Südkoreas Vize-Verteidigungsminister Suh Choo Suk  | Bildquelle: AP

Diplomatische Initiative Südkorea bietet Norden Gespräche an

Stand: 17.07.2017 05:46 Uhr

Südkorea hat eine Wiederaufnahme der seit Ende 2015 ruhenden Gespräche mit dem Norden vorgeschlagen. Der Vorschlag ist der erste derartige Schritt des neuen Präsidenten Moon, der sich im Wahlkampf für einen Dialog ausgesprochen hatte.

Um Spannungen an der Grenze zu begegnen, hat die südkoreanische Regierung Nordkorea Gespräche angeboten. Ziel sei es, alle "feindseligen Handlungen" entlang der militärischen Demarkationslinie zwischen beiden Ländern einzustellen. Die Nachbarstaaten sind durch eine vier Kilometer breite Pufferzone voneinander getrennt.    

Die Verhandlungen sollten am kommenden Freitag in dem Grenzdorf Panmunjom stattfinden, erklärte das Verteidigungsministerium in Seoul. Das Rote Kreuz des Landes sagte, zusätzlich solle es dort am 1. August Gespräche über die Wiedervereinigung von Familien geben, die seit dem Koreakrieg in den 1950er-Jahren getrennt sind. Bisher reagierten die nordkoreanischen Staatsmedien nicht auf das Angebot.

Lage nach Raketentests angespannt

Moon Jae In. | Bildquelle: AFP
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Südkoreas Präsident Moon will den Dialog mit dem verfeindeten Norden wieder aufnehmen.

Die Lage auf der geteilten koreanischen Halbinsel ist nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch Nordkorea seit Anfang des vergangenen Jahres sehr angespannt. Zuletzt hatte Nordkorea am 4. Juli trotz internationaler Sanktionen und Warnungen erstmals eine Interkontinentalrakete getestet.

Ungeachtet der Spannungen hatte Südkoreas Präsident Moon Jae In erklärt, wieder stärker auf die international isolierte Führung in Pjöngjang zugehen zu wollen.  Er hatte sich bei seinem Wahlsieg im Mai für einen Dialog mit dem Norden ausgesprochen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. Juli 2017 um 04:00 Uhr.

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