Dorfbewohner waten durch eine überflutete Straße im indischen Assam.  | Bildquelle: dpa

Monsunregen in Südasien Mehr als 270 Tote

Stand: 17.07.2019 17:27 Uhr

Durch anhaltenden starken Monsunregen und Erdrutsche in Südasien steigt die Zahl der Getöteten auf mehr als 270 an. Besonders betroffen ist der Nordosten Indiens. Entwarnung gibt es vorerst nicht.

Binnen einer Woche sind durch die Folgen von heftigem Monsunregen in Südasien mehr als 270 Menschen getötet worden. Alleine in Indien sind in dieser Zeit 100 Menschen gestorben, wie Behörden mitteilten. Im nördlichen Nachbarstaat Nepal kamen 83 Menschen ums Leben, weitere 35 gelten laut Heimatministerium als vermisst.

Die Behörden in Bangladesch melden bislang 59 Tote. Im pakistanischen Teil von Kaschmir starben 30 Menschen durch die Auswirkungen des Monsuns. 

Die Hilfsorganisation Save the Children erklärte, von den Überschwemmungen infolge der heftigen Monsun-Regen seien inzwischen 3,2 Millionen Kinder betroffen, die Lage sei gerade für Kinder "lebensbedrohlich".

Monsunzeit hält bis September an

Aufgrund der Regenmassen gab es vielerorts Erdrutsche, Häuser wurden zerstört. Millionen Menschen sind von den Unwettern in der Region betroffen. Im indischen Bundesstaat Assam überfluteten Wassermassen auch Nationalparks - bis zu 30 Tiere sind gestorben, darunter auch zwei seltene Panzernashörner.

Mitglieder der nepalesischen Armee retten Anwohner mit einem Schwimmring auf einer überfluteten Straße in Kathmandu. | Bildquelle: dpa
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Mitglieder der nepalesischen Armee retten Anwohner mit einem Schwimmring auf einer überfluteten Straße in Kathmandu.

Die Monsunzeit dauert in Südasien bis September. Für die Landwirtschaft ist der Regen lebenswichtig, da er die Äcker fruchtbar macht. Er richtet aber auch immer wieder große Schäden an. Jedes Jahr sterben Hunderte Menschen während der Monsunzeit.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Juli 2019 um 20:00 Uhr.

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