Ein Mitarbeiter der nepalesischen Armee trägt ein Kind durch eine überflutete Straße in Kathmandu. | Bildquelle: REUTERS

Monsunregen in Südasien Eine Million Menschen fliehen

Stand: 13.07.2019 18:10 Uhr

In Südasien sind aufgrund schwerer Monsunregen mehr als eine Million Menschen auf der Flucht. Durch Überschwemmungen und Erdrutsche starben zahlreiche Bewohner. Experten sehen den Klimawandel als Ursache.

In Nepal, Bangladesch und im Nordosten Indiens haben heftige Regenfälle der Monsunzeit schwere Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Zahlreiche Menschen starben, mehr als eine Million Bewohner der Region in Südasien mussten ihre Häuser verlassen.

Der überflutete Bagmati-Fluss in Kathmandu, Nepal. | Bildquelle: NARENDRA SHRESTHA/EPA-EFE/REX
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In Kathmandu trat der Bagmati-Fluss über seine Ufer.

In Nepal fielen besonders große Regenmengen in der Hauptstadt Kathmandu und im Osten des Landes. Viele Flüsse liefen über, mindestens zehn Autobahnen wurden blockiert.

Teeregion Assam besonders betroffen

870.000 Menschen waren im nordindischen Bundesstaat Assam von den schweren Überschwemmungen betroffen. Viele von ihnen mussten vor den Wassermassen fliehen, andere saßen nach Angaben des Katastrophenschutzes in ihren Häusern und Wohnungen fest. Auch die Ernten nahmen Schaden.

Einheimische beim Bau eines Damms gegen die Fluten, im ostindischen Staat Bihar bei Muzaffarpur. | Bildquelle: AFP
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Bewohner versuchen, die Fluten einzudämmen.

"Die Flutsituation bleibt weiter kritisch", so der zuständige Minister des Bundesstaates. Assam ist bekannt für seine Tees. Die Region hat seit einigen Jahren immer wieder mit schweren Überflutungen zu kämpfen.

Wassermassen bedrohen Panzernashörner

Der Wasserstand des örtlichen Flusses Brahmaputra und seiner Nebenflüsse sei in den vergangenen Tagen beständig gestiegen und habe umliegende Gebiete überschwemmt, hieß es weiter. Betroffen war auch der Kaziranga-Nationalpark, in dem die größte Gruppe von Panzernashörnern weltweit zu Hause ist.

Ein Nashorn durchquert das Flutwasser,  Pobitora-Wildschutzgebiet, Assam/Indien | Bildquelle: STR/EPA-EFE/REX
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Auch die Nashörner leiden unter den Wassermassen.

In Bangladesch kamen mindestens fünf Menschen ums Leben. Zwei Menschen starben im südöstlichen Bezirk Rangamati, als ihre Häuser von Schlammmassen begraben wurden, hieß es von einer Katastrophenschutzmitarbeiterin.

Die Monsunzeit hat gerade erst begonnnen

Die Monsunzeit in Südasien dauert gewöhnlich von Juni bis September. Zwar sind die Regenfälle für die Landwirtschaft lebenswichtig. Sie richten aber auch immer wieder großen Schaden an. Jedes Jahr kommen dabei Hunderte von Menschen ums Leben.

Ein Experte des Indischen Instituts für Technologie sieht im Ausmaß des diesjährigen Monsuns einen "klaren Fall von Klimawandel".

Zahlreiche Tote und Verletzte durch Monsunregen
tagesschau 13:15 Uhr, 14.07.2019, Peter Gerhardt, ARD Neu Delhi

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. Juli 2019 um 18:00 Uhr.

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