Demonstration in Sudans Hauptstadt Khartum | Bildquelle: REUTERS

Erinnerung an Massaker Zehntausende demonstrieren im Sudan

Stand: 14.07.2019 01:49 Uhr

40 Tage ist es her, dass bei einem Militäreinsatz gegen Demonstranten im Sudan viele Menschen starben. Zehntausende haben nun daran erinnert und gegen die Militärführung protestiert, die seit April an der Macht ist.

In Sudans Hauptstadt Khartum sind Zehntausende auf die Straße gegangen, um gegen die Militärführung des Landes zu protestieren. Hintergrund ist die Tötung friedlicher Demonstranten durch Sicherheitskräfte vor 40 Tagen. Menschen hielten Plakate mit Aufschriften wie "Gerechtigkeit für die Märtyrer" in die Luft.

Anfang Juni hatten Sicherheitskräfte eine Sitzblockade in Khartum gewaltsam aufgelöst und dabei viele Menschen getötet. Über die genaue Zahl gibt es widersprüchliche Angaben. Der Opposition nahe stehende Ärzte sprachen von mehr als 120 Toten, die Regierung von 61.

Demonstranten in Sudans Hauptstadt Khartum halten das Porträt eines Mannes in der Hand, der bei einer früheren Demonstration getötet worden war. | Bildquelle: REUTERS
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Demonstration halten das Porträt eines Mannes in der Hand, der bei einer früheren Demonstration getötet worden war.

Einigung noch nicht unterschrieben

Zu der Kundgebung aufgerufen hatte das Gewerkschaftsbündnis SPA. Die politische Lage im Sudan ist seit Monaten instabil. Im April wurde Langzeit-Präsident Omar al-Baschir vom Militär gestürzt. Dem Putsch waren monatelange Massenproteste vorausgegangen. Daraufhin rangen das Militär und die Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung.

Trotz des Massakers am 3. Juni einigten sich beide Seiten vergangene Woche dann auf eine gemeinsame Übergangsregierung, die den Weg für Neuwahlen in drei Jahren ebnen soll. Allerdings ist die Einigung noch nicht unterschrieben worden.

Zehntausende demonstrieren gegen Militärrat
tagesschau 13:15 Uhr, 14.07.2019, Daniel Hechler, ARD Kairo

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Juli 2019 um 04:36 Uhr.

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