Ciara Sturm Ausland | Bildquelle: dpa

Orkantief "Ciara" Sturm hat weite Teile Europas im Griff

Stand: 09.02.2020 21:13 Uhr

Im europäischen Ausland sorgt das Sturmtief - hier "Ciara" genannt - ebenfalls für Chaos. In Großbritannien, Irland und Belgien kam es zu Ausfällen im Bahn- und Flugverkehr. Es gibt Schäden und Überschwemmungen.

Besonders schwer trifft Sturmtief "Ciara" (in Deutschland heißt das Tief "Sabine") Großbritannien und Irland: Hier gibt es Starkregen und Böen von bis zu 150 Kilometern pro Stunde. Flug- und Bahnverbindungen sowie Sportveranstaltungen wurden abgesagt. Zehntausende Haushalte in Großbritannien und Irland hatten vorübergehend keinen Strom. Mehrere Flüsse traten wegen der starken Regenfälle über die Ufer. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen und Schienen.

Flüge ausgesetzt, Spiele abgesagt

Die britische Fluggesellschaft British Airways bot Reisenden von oder zu den Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick oder London City an, ihre Flüge umzubuchen. Auch die Fluggesellschaft Virgin Atlantic setzte mehrere Flüge von Heathrow aus. Die britische Eisenbahngesellschaft riet Fahrgästen von Zugreisen vorerst ab. Die Fähren zwischen Calais und Dover blieben vorerst im Hafen. 

Auch mehrere Veranstaltungen fielen dem Orkan zum Opfer. Das Premier-League-Fußballspiel zwischen Manchester City und West Ham wurde abgesagt, ebenso wie ein Zehn-Kilometer-Lauf in London mit erwarteten 25.000 Teilnehmern. Zahlreiche Parks wurden geschlossen.

Orkantief "Ciara" wütet in Teilen Europas (unkommentiert)
09.02.2020

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Queen sagt Kirchengang ab

Queen Elizabeth II. sagte ihren Kirchgang im ostenglischen Sandringham aus Sicherheitsgründen ab, wie eine Sprecherin des Buckingham-Palasts der Deutschen Presse-Agentur sagte. Sie betonte aber, es sei in erster Linie um die Sicherheit der Schaulustigen gegangen - diese sammeln sich stets vor der Kirche, um die Königin zu sehen.

Auch Belgien, Schottland und Irland betroffen

Am Flughafen von Brüssel wurden wegen des Sturmtiefs rund 60 Starts und Landungen abgesagt, außerdem die Spiele der ersten belgischen Fußballliga.

Im schottischen Perth stürzte das Dach eines Pubs teilweise ein, drei Menschen wurden verletzt.

In Irland warnten die Wetterbehörden vor Überschwemmungen in Küstennähe. In der westlichen Stadt Galway wurde eine Veranstaltung zur europäischen Kulturhauptstadt 2020 bereits am Samstagabend abgesagt.

Alarmbereitschaft in Frankreich

In Frankreich erwarteten die Wetterdienste, dass vor allem der Norden und der Nordwesten des Landes vor starken Böen getroffen wird. Dort gilt erhöhte Alarmbereitschaft in 40 Départements. In den Vogesen wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde erwartet.

An der nordwestlichen Küste wird außerdem vor Überschwemmungen gewarnt. In der Nacht zu Montag werden sich die Sturmböen dem Wetterdienst zufolge auch in den Osten Frankreichs ausbreiten und die Grenzregionen Elsass und Lothringen treffen. Es wird davor gewarnt, das Haus zu verlassen, wenn es nicht unbedingt nötig sei. In der Hauptstadt Paris rief die Polizeipräfektur auf Twitter wegen starken Windes zu erhöhter Vorsicht auf. Die Behörden raten davon ab, in Wälder zu gehen und Autos unter Bäumen zu parken.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 09. Februar 2020 um 22:45 Uhr.

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