Ausbruch des Vulkans Stromboli | Bildquelle: MARIO CALABRESI/TWITTER/EPA-EFE/

Vulkan vor Sizilien Heftige Explosionen am Stromboli

Stand: 04.07.2019 17:30 Uhr

Bei einem Ausbruch des Vulkans Stromboli vor der sizilianischen Küste haben sich heftige Explosionen ereignet. Ein Mensch starb. Mit Hubschraubern und von Booten aus bekämpft die Feuerwehr die entstandenen Brände.

Einen Tag nach dem heftigen Ausbruch des Vulkans Stromboli bekämpft die Feuerwehr mit Hubschraubern und von Motorbooten aus die entstandenen Brände.

Der Bürgermeister der Gemeinde Lipari, Marco Giorgianni, sagte der Nachrichtenagentur Ansa, dass rund 100 Menschen von der Insel vor der sizilianischen Küste gebracht worden sind. "Ein Teil der mit einer dichten Decke Bimmstein bedeckten Insel sieht aus wie eine Nachkriegsszene", beschrieb Giorganni die Situation vor Ort. Um wieder zur Normalität zurückkehren zu können, seien Aufräumarbeiten im Gange. Auch die Stromversorgung sei laut Bürgermeister weitgehend wieder hergestellt.

Vulkan Stromboli vor Sizilien ausgebrochen
tagesschau 17:00 Uhr, 04.07.2019, Katja Rieth, ARD Rom

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Ein Toter, mehrere Verletzte

Der heftige Vulkanausbruch versetzte Einwohner und Touristen in Angst. Es ereigneten sich zwei heftige Explosionen. Auf Fotos waren riesige Aschewolken und Rauch zu sehen. Mindestens ein Mensch kam ums Leben.

Ein Ausflügler sei gestorben, als er mit einem Bekannten auf einem Pfad an dem Vulkan unterwegs war, sagte Giorgianni. Laut der Nachrichtenagentur AGI handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen 35-jährigen Sizilianer. Sein brasilianischer Begleiter sei dehydriert aufgefunden worden, er habe unter Schock gestanden. Die beiden Wanderer waren demnach unterhalb von 400 Metern unterwegs - erst oberhalb dieser Grenze wird ein Wanderführer empfohlen.

Ausbruch des Stromboli | Bildquelle: AFP
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Gut 900 Meter ist der Stromboli hoch. Er liegt rund 100 Kilometer von der sizilianischen Küste entfernt.

Medien berichteten, Menschen hätten ihre Häuser verlassen oder sich darin verbarrikadiert. Touristen seien aus Angst ins Meer gesprungen. Die Rettungskräfte sprachen von mehreren Verletzten.

Brände auf der Insel

Dem Institut für Geophysik und Vulkanologie zufolge hatten sich die zwei Explosionen am Mittwoch gegen 17 Uhr auf der Südseite des Kraters ereignet. Eine der beiden sei die bislang stärkste Explosion seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Zuvor sei aus "allen aktiven Mündungen der Krater-Terrasse" Lava ausgetreten.

Die Feuerwehr bekämpft Brände nach dem Ausbruch des Vulkans Stromboli aus der Luft und vom Wasser aus. | Bildquelle: REUTERS
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Die Feuerwehr bekämpft Brände nach dem Ausbruch des Vulkans Stromboli aus der Luft und vom Wasser aus.

Eine zwei Kilometer hohe Rauchwolke stieg in den Himmel, rund um das Dorf Ginostra brach Feuer aus. Medien zufolge konnte ein Löschflugzeug die Brände auf der Insel wegen des starken Rauchs nicht bekämpfen. Ein Schiff sei auf die Insel geschickt worden, um die Menschen im Notfall in Sicherheit bringen zu können. "Es war, als wäre man in der Hölle, weil Feuerregen vom Himmel fiel", zitierten italienische Nachrichtenagenturen den örtlichen Priester Giovanni Longo. 

Der Stromboli gehört zu den aktivsten Vulkanen in Italien und bildet eine kleine Insel. Nur etwa 500 Menschen wohnen dort permanent, jedoch kommen im Sommer sehr viele Touristen. Eine Hotelmanagerin auf Stromboli berichtete der Deutschen Presse-Agentur von viel Rauch und Lavaströmen, es sei jedoch keine Panik ausgebrochen.

Großer Ausbruch im Dezember 2002

Der Stromboli ist gut 900 Meter hoch. Er darf nur mit Führer bestiegen werden. Seit mehr als 2000 Jahren gerät das Gestein unter dem Liparischen Archipel, zu dem Stromboli gehört, in regelmäßigen Abständen in Bewegung. Kleinere Eruptionen gibt es auf der süditalienischen Insel im Rhythmus von etwa zehn Minuten.

Bei einem großen Ausbruch am 29. Dezember 2002 rutschte ein zwei Millionen Kubikmeter großer Felshang vom Kegel des Hauptkraters ins Meer und löste eine bis zu zehn Meter hohe Flutwelle aus, die auch die Nachbarinseln Lipari und Panarea erfasste. Dabei wurden nur wenige Menschen verletzt. Die Behörden ließen Stromboli damals für mehr als zwei Monate evakuieren. Auch 2007 gab es einen großen Ausbruch.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. Juli 2019 um 01:00 Uhr und 02:00 Uhr in den Nachrichten.

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