Großeinsatz der Polizei im Straßburger Stadtteil Neudorf | Bildquelle: RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX

Nach Straßburg-Anschlag Verdächtiger soll Waffe beschafft haben

Stand: 18.12.2018 03:39 Uhr

Nach dem Anschlag in Straßburg ist gegen einen Verdächtigen aus dem Umfeld des Attentäters ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Er soll bei der Beschaffung der Waffe geholfen haben.

Gegen einen Mitverdächtigen des Anschlags in Straßburg ist ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Er stehe im Verdacht, die Waffe besorgt zu haben, mit der der mutmaßliche Attentäter Chérif Chekatt um sich schoss, teilte ein Justizbeamter mit. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Justizkreisen erfuhr, ordnete der zuständige Anti-Terror-Richter Untersuchungshaft für den 37-Jährigen an.

Dem Mann wird neben Komplizenschaft mit Terroristen der Besitz und die Bereitstellung von Waffen im Verbindung mit einer terroristischen Aktivität zur Last gelegt.

Zwei weitere Verdächtige

Am Montag wurden zwei weitere Personen im Zuge der Terrorermittlungen der Pariser Staatsanwaltschaft in Polizeigewahrsam genommen. Auch sie würden verdächtigt, "eine Rolle bei der Beschaffung der Schusswaffe gespielt" zu haben. Damit sind aktuell drei Verdächtige in Gewahrsam. Chekatts Eltern und zwei seiner Brüder waren vergangene Woche von der Polizei befragt und freigelassen worden.

Der Anschlag in der Innenstadt der Elsass-Metropole am vergangenen Dienstag hatte fünf Menschen aus dem Leben gerissen, mehrere wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter Chekatt wurde zwei Tage später bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. Dezember 2018 um 23:00 Uhr.

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