Bundespräsident Steinmeier verlässt sein Flugzeug in Addis Abeba | Bildquelle: dpa

Steinmeier in Äthiopien Viel Hoffnung, aber auch Fragezeichen

Stand: 28.01.2019 03:06 Uhr

Bundespräsident Steinmeier wird heute zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in Äthiopien empfangen. Sein Gastgeber Abiy hofft auf deutsche Unterstützung für sein ambitioniertes Reformprojekt.

Erst Ghana und Gambia, dann Südafrika und Botsuana, nun Äthiopien: Auf der dritten Afrikareise in seiner knapp zweijährigen Amtszeit als Bundespräsident will Frank-Walter Steinmeier vor allem Unterstützung für den entschlossenen Reformkurs von Ministerpräsident Abiy Ahmed demonstrieren, der seit April 2018 im Amt ist.

Es gebe viel Hoffnung, aber auch Fragezeichen, hieß es aus dem Präsidialamt in Berlin. Zum Auftakt wird Steinmeier in der Hauptstadt Addis Abeba von der neuen Präsidentin Sahle-Work Zewde begrüßt, die ebenfalls für den demokratischen Wandel des Landes steht.

Bundespräsident Steinmeier besucht Äthiopien
tagesschau 15:00 Uhr, Caroline Hoffmann, ARD Nairobi

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Demokratische Reformen und Frieden mit Eritrea

Der 42 Jahre alte Regierungschef Abiy gilt als eine Art Superstar am Horn von Afrika. Mit seinem Amtsantritt brachte er in dem Land mit rund 100 Millionen Menschen umfassende demokratische Reformen auf den Weg. Er ließ Tausende politische Gefangene frei, begann eine Liberalisierung der Wirtschaft und ließ hochrangige Funktionäre der alten Garde festnehmen.

Und er schloss Frieden mit dem Langzeit-Rivalen Eritrea. Dies war kurz zuvor noch undenkbar: Äthiopien und Eritrea führten von 1998 bis 2000 einen blutigen Grenzkrieg. Seitdem entsprach die Lage einem eingefrorenen Konflikt.

Das autokratisch geführte Eritrea schottete sich von der Außenwelt ab, Zehntausende flohen vor dem zeitlich unbegrenzten Wehr- und Arbeitsdienst - rund 50.000 Eritreer leben dem UN-Flüchtlingshilfswerk zufolge heute in Deutschland. Abiy beendete den Konflikt ohne bekannte Gegenleistung Eritreas. Allerdings ist ein nachhaltiger Frieden am Horn von Afrika alles andere als sicher.

Auch intern hat Äthiopien noch einen weiten Weg vor sich. "Unsere Herausforderungen sind erheblich", sagte Abiy jüngst beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos. Armut und Arbeitslosigkeit sind groß. Zudem gibt es in dem dem Vielvölkerstaat mehrere ethnische Konflikte.

Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed | Bildquelle: REUTERS
galerie

Seit seiner Wahl im vergangenen Jahr hat Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed umfassende Reformen auf den Weg gebracht.

Besuch bei der Afrikanischen Union

Steinmeier will sich bei seinem Besuch ein Bild von der Entwicklung des Landes machen. Neben Gesprächen auch mit Bürgern und Wirtschaftsvertretern steht eine Besichtigung der Felsenkirchen von Lalibela im Norden Äthiopiens auf dem Programm, die Teil des Unesco-Weltkulturerbes sind. Am Mittwoch kommt er mit Spitzenvertretern der Afrikanischen Union zusammen, die in Addis Abeba ihren Sitz hat. Eine Wirtschaftsdelegation begleitet den Bundespräsidenten, darunter Spitzenmanager von Volkswagen und Siemens.

Bundespräsident Steinmeier auf Staatsbesuch in Äthiopien
Evi Seibert, ARD Berlin
28.01.2019 07:03 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. Januar 2019 um 04:50 Uhr.

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