Sicherheitskräfte am Anschlagsort in Colombo

Anschläge in Sri Lanka Ein Todesopfer hatte deutschen Pass

Stand: 22.04.2019 16:21 Uhr

Unter den Toten von Sri Lanka ist auch eine Person deutscher Staatsangehörigkeit, wie das Auswärtige Amt mitteilt. Deutsche Reiseveranstalter geben inzwischen Entwarnung für ihre Gäste.

Eines der Todesopfer der Anschläge in Sri Lanka hatte nach Angaben des Auswärtigen Amts neben dem US-amerikanischen auch einen deutschen Pass.

"Soweit bisher bekannt sind keine weiteren Deutschen unter den Opfern", fügte eine Ministeriumssprecherin hinzu. Sie drückte den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus und wünschte den Verletzten rasche Genesung.

Unter den mindestens 290 Getöteten der Anschläge sind nach Angaben der Tourismusbehörde Sri Lanka 35 Ausländer aus neun Staaten.

Alle Gäste erreicht und wohlauf

Mehrere große Reiseveranstalter berichten, ihre Gäste in Sri Lanka hätten die Anschläge unbeschadet überstanden. Sowohl Tui als auch DER Touristik erklärten, sie hätten alle Gäste erreichen können, diese seien wohlauf.

Nach Angaben des Veranstalters Tui wollten alle 150 Urlauber in Sri Lanka ihren Aufenthalt fortsetzen. Eine "knappe vierstellige Zahl" von Gästen hat ihren Urlaub auf der Insel bei DER Touristik gebucht und hält sich derzeit dort auf.

Der britische Reiseveranstalter Thomas Cook hatte am Sonntag mitgeteilt, keine Gäste in den von den Anschlägen betroffenen Hotels zu haben. "Wir rechnen weiter mit erheblichen Einschränkungen", sagte eine Sprecherin.

Wartende am Flughafen Bandaranaike auf Sri Lanka. Für Reisende kommt es nach der Anschlagsserie zu Einschränkungen. | Bildquelle: AFP
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Wartende am Flughafen Bandaranaike auf Sri Lanka. Für Reisende kommt es nach der Anschlagsserie zu Einschränkungen.

Mehr als 500 Verletzte

Bei mehreren Explosionen am Ostersonntag, die sich gezielt gegen Kirchengemeinden und Urlaubsunterkünfte richteten, kamen nach Polizeiangaben mindestens 290 Menschen ums Leben, mehr als 500 Menschen wurden verletzt.

Zu den Anschlägen hat sich bislang niemand bekannt. Die Regierung hat Selbstmordattentäter der lokalen Islamistengruppe National Thowfeek Jamaath in Verdacht.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. April 2019 um 16:00 Uhr.

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