Sicherhetskräfte vor dem St.Antoni Schrein in Colombo | Bildquelle: AFP

Nach Anschlägen Regierung verdächtigt Islamisten

Stand: 22.04.2019 12:19 Uhr

Sri Lankas Regierung macht einheimische Extremisten für die Anschläge vom Ostersonntag verantwortlich. Die Polizei hatte bereits vor Tagen vor der Gruppe gewarnt. Wurden die Hinweise ignoriert?

Die Regierung Sri Lankas hat lokale Extremisten für die Anschläge am Ostersonntag verantwortlich gemacht. Die sieben Selbstmordattentäter, die nahezu zeitgleich drei Kirchen und drei Hotels angegriffen hätten, seien Einheimische, sagte Kabinettssprecher Rajitha Senaratne.

Hinter ihnen stehe die Gruppe National Thowfeek Jamaath (NTJ), die möglicherweise Verbindungen ins Ausland habe. Die später erfolgten Anschläge würden noch untersucht.

Bei den Explosionen in drei Kirchen und drei Luxushotels waren mindestens 290 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt worden. Die meisten der Opfer sind Christen, die gerade die Ostermesse feierten.

Peter Gerhard, ARD Neu-Delhi zzt. Colombo, zu den Ermittlungen nach den Anschlägen in Sri Lanka
tagesschau 20:00 Uhr, 22.04.2019

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Neue Funde sorgen für Panik

Am Sonntagabend wurde in der Nähe des größten Flughafens der Insel, rund 30 Kilometer von Colombo entfernt, ein Sprengsatz gefunden und entschärft. Heute fanden Sicherheitskräfte 87 Bomben-Zünder an einer Bushaltestelle in Colombo. Zudem wurde in einem geparkten Auto in der Nähe eines der Anschlagsorte in der Hauptstadt ein Sprengsatz entdeckt. Bombenentschärfer sprengten das Fahrzeug. Ein Mann wurde in der Gegend der St.-Antonius-Kirche, die gestern Anschlagsziel war, festgenommen. Der Fund und die Sprengung lösten eine Panik aus.

Sri Lankas Regierung macht einheimische Islamisten für die Anschläge verantwortlich
tagesschau 20:00 Uhr, 22.04.2019, Sibylle Licht, ARD Neu-Delhi

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24 Verdächtige festgenommen

Die Motive der Attentäter sind weiterhin unklar. Nach Polizeiangaben wurden inzwischen 24 Verdächtige festgenommen, die verhört würden. Demnach stammen sie alle aus Sri Lanka.

Die Regierung verhängte eine landesweite Ausgangssperre. Außerdem ließ sie sämtliche Soziale Netzwerke abschalten. Schulen und Universitäten bleiben zunächst geschlossen.

Bereits vor einigen Tagen hatte Sri Lankas Polizei vor möglichen Selbstmordanschlägen durch die radikal-islamische NTJ gewarnt.

In einem Schreiben vom 11. April an führende Sicherheitsvertreter schrieb der stellvertretende Polizeichef Priyalal Dissanayake, die NTJ plane Selbstmordanschläge auf katholische Kirchen sowie auf die indische Botschaft in Colombo. Er berief sich dabei auf Informationen eines "ausländischen Geheimdiensts". 

Namentlich genannte Verdächtige hätten nach dem Anschlag auf zwei Moscheen im März im neuseeländischen Christchurch gegen andere Religionen gehetzt, hieß es. Kabinettssprecher Senaratne bestätigte die Echtheit des Schreibens. Premierminister Ranil Wickremesinghe sei jedoch nicht informiert worden.

Motive der Attentäter weiter unklar

Senaratne, der auch Gesundheitsminister ist, kritisierte das angespannte Verhältnis zwischen dem Premierminister und den Sicherheitsdiensten unter Staatspräsident Maithripala Sirisena.

Wickremesinghe sagte in einer Fernsehansprache, Sri Lankas Geheimdienste hätten Hinweise auf einen möglichen Anschlag vorgelegen. Es müsse untersucht werden, warum keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen worden seien.

Eigentlich wollten die Menschen in Sri Lanka in diesem Jahr feiern. Zehn Jahre ist es her, dass der Bürgerkrieg, der mehr als 25 Jahre im Land geherrscht hatte, vorüber ist. Nun ist der Terror zurück auf der Insel.

Sri Lanka einen Tag nach den Anschlägen
Bernd Musch-Borowska, ARD Neu-Delhi
22.04.2019 13:07 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. April 2019 um 12:00 Uhr.

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