Zwei Polizisten stehen in der Innenstadt von Madrid. | Bildquelle: dpa

Ausgangsbeschränkung Spanien stellt Lockerung in Aussicht

Stand: 08.04.2020 12:53 Uhr

In Spanien gilt seit Mitte März eine strikte Ausgangssperre. Nun darf die Bevölkerung auf eine schrittweise Lockerung hoffen. Zuvor wird die Regelung allerdings zum zweiten Mal verlängert - bis Ende April.

Das besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffene Spanien könnte nach Auffassung der Regierung Ende April Schritt für Schritt zu einer gewissen Normalität zurückkehren.

Kurz vor der offiziellen Verlängerung der strikten Ausgangsbeschränkungen bis zum 26. April versicherte Finanzministerin und Regierungssprecherin María Jesús Montero in einem Interview mit dem Sender "Antena 3", dass die Bürger nach diesem Datum langsam "ihr normales Leben zurückgewinnen können". Für Menschen, die Straßen und Plätze bevölkerten, werde es aber "klare Anweisungen" der Regierung geben, so Montero.

Zweite Verlängerung geplant

In Spanien herrscht seit dem 15. März ein striktes Ausgehverbot, das nun bereits zum zweiten Mal verlängert wird. Das Parlament muss der von Ministerpräsident Pedro Sánchez angekündigten Maßnahme am Donnerstag noch zustimmen.

Strenge Vorschriften

Die knapp 47 Millionen Spanier dürfen nur zum Einkaufen und in Sonderfällen vor die Tür, Spaziergänge oder Sport sind nicht erlaubt. Die strengen Beschränkungen zeigen jedoch langsam Wirkung: Die Zahl der Neuinfektionen ist mittlerweile deutlich rückläufig. Sánchez hatte vor wenigen Tagen bereits durchblicken lassen, dass es ab Ende April Lockerungen für die Bevölkerung geben werde.

Laut Zahlen von heute starben in den vergangenen 24 Stunden 757 Menschen an Covid-19. Die Zahl der bestätigten Infektionen erhöhte sich leicht auf knapp 146.700. Die Zahl der Toten liegt nun bei insgesamt 14.555.

Über dieses Thema berichtete NDR B5 aktuell am 08. April 2020 um 13:36 Uhr.

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