In rote Decken gehüllte Migranten sitzen nach ihrer Ankunft im Hafen von Malaga in einem Bus | Bildquelle: dpa

Migration nach Spanien Mehr als 10.000 Flüchtlinge im Monat

Stand: 31.10.2018 12:38 Uhr

Spanien wird zunehmend zum wichtigsten Ankunftsort für Flüchtlinge aus Afrika. Die UN zählten erstmals mehr als 10.000 Flüchtlinge in einem Monat. In Italien und Griechenland sank die Zahl der Ankommenden.

Die Fluchtroute über das Mittelmeer verlagert sich immer mehr nach Spanien. Im Oktober kamen dort erstmals seit Beginn der Fluchtbewegung über das Meer vor fünf Jahren mehr als 10.000 Menschen innerhalb eines Monats an, berichtet die UN-Organisation für Migration (IOM) in Genf. Bis zum 28. Oktober zählte sie in Spanien 10.042 Schiffsankömmlinge. 1003 waren es in Italien und 3338 in Griechenland.

Fast die Hälfte erreichte Spanien

Von den insgesamt knapp 100.000 Flüchtlingen und anderen Migranten, die in diesem Jahr über das Mittelmeer nach Europa kamen, erreichten fast die Hälfte Spanien. Dort sind in diesem Jahr laut IOM mehr Migranten angekommen als in den Jahren 2015, 2016 und 2017 zusammen. Die Zahl der Ankömmlinge steige weiter: im September seien es 270 pro Tag gewesen, im Oktober 360.

Verglichen mit vergangenen Jahren ging die Gesamtzahl aber deutlich zurück: 2017 waren es bis Ende Oktober knapp 150.000, 2016 im gleichen Zeitraum 335.000.

Vor allem Menschen aus Staaten südlich der Sahara versuchen, über die Maghreb-Staaten oder das kriegsgebeutelte Libyen nach Europa zu gelangen. Mehr als 2000 Menschen verloren bei dem Versuch in diesem Jahr bereits ihr Leben.

Migranten stehen nach ihrer Ankunft im Hafen von Malaga in einer Schlange vor einem Zelt des Roten Kreuzes. | Bildquelle: dpa
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235 Migranten wurden am 22. Oktober von einem spanischen Rettungsschiff und in Malaga zur Betreuung an das Rote Kreuz übergeben.

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