Gesundheitsminister Spahn lässt sich auf Auslandsreise in Südafrika ein aus Deutschland gespendetes PCR Gerät zeigen | dpa

Spahn in Südafrika Auftakt einer Impfstoff-Kooperation

Stand: 28.05.2021 14:50 Uhr

Erstmals in der Pandemie ist ein deutscher Minister in Südafrika. Jens Spahn sprach mit seinem Amtskollegen über die Impfkampagne - und wie mit deutscher Hilfe eine Vakzinproduktion aufgebaut werden könnte.

Von Jana Genth, ARD-Studio Johannesburg

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Südafrika deutsche Unterstützung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zugesichert. Dort sind weniger als zwei Prozent der Bevölkerung geimpft, das Land steht zu Beginn des Winters vor der dritten Welle.

Jana Genth ARD-Studio Johannesburg

Spahn betonte, um die Pandemie zu bekämpfen, müsse die Produktion von Impfstoffen ausgebaut werden. "Der effektivste Weg, der schnellste Weg und der Weg, der wirklich einen Unterschied macht, ist der im Aufbau von Produktionskapazitäten und von Kooperationen", sagte er. "Wie machen wir es möglich, dass möglichst schnell möglichst viel Impfstoff produziert wird und idealerweise auch vor Ort, in Südafrika für Südafrika produziert werden kann." Und da, so die Zusage des Ministers, werde man auch finanziell unterstützen und helfen.

Gemeinsame Pläne mit Macron

Am Nachmittag trifft Spahn mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zusammen. In Pretoria wollen sie deutsch-französische Pläne verkünden, um die Impfstoffproduktion in Südafrika anzukurbeln. Gleichzeitig ließ sich der Bundesgesundheitsminister hochmoderne Labor-Geräte zeigen, Spenden aus Deutschland. Glanzstück ist das neue PCR-Testgerät, das im Institut für übertragbare Krankheiten in Johannesburg steht. Von außen sieht es aus wie ein Aktenschrank aus mehreren Modulen. Durch Glasplatten sieht man in blauem Licht eine hochtechnisierte Anlage.

An ihr arbeitet Medizintechnikerin Rivashnee Jaebny: "Es ist neue Technologie, sie ist robust, in dreieinhalb Stunden wertet es 192 Tests aus. Man lädt sie nur ein - alles andere macht die Maschine für dich", erklärt sie.

Allein dieses Gerät hat mehr als eine Million Euro gekostet, mit dem Besuch des Gesundheitsministers betont Deutschland seine Bereitschaft, auch außerhalb der Landesgrenzen zu helfen, die Pandemie zu bekämpfen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. Mai 2021 um 15:00 Uhr.