Solar Impulse 2 bei der Landung in Abu Dhabi

Flieger in Abu Dhabi gelandet "Solar Impulse 2" gelingt Weltumrundung

Stand: 26.07.2016 03:46 Uhr

Es ist die erste Weltumrundung mit einem Flieger, der nur von Solarenergie betrieben wird: Der Schweizer Piccard ist mit der "Solar Impulse 2" in Abu Dhabi gelandet. Im März 2015 war er dort zu seiner Weltreise aufgebrochen, die zwischenzeitlich auf der Kippe stand.

Der Sonnenflieger "Solar Impulse 2" hat seine Reise um die Welt nach mehr als einem Jahr beendet. Der Schweizer Abenteurer Bertrand Piccard landete sicher in Abu Dhabi, nachdem er vor zwei Tagen in Kairo zur letzten der insgesamt 17 Etappen aufgebrochen war. "Wir hatten versprochen, dass wir zurückkommen würden", sagte Piccard nach der Landung in dem arabischen Emirat.

Der Solarflieger war im März 2015 in Abu Dhabi zur Weltumrundung aufgebrochen. Während der 40.000 Kilometer langen Reise hatte die "Solar Impulse 2" 17 Stopps eingelegt, darunter in Indien, China, den USA, Italien, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten - dem Ausgangspunkt des Abenteuers.

Neunmonatige Zwangspause auf Hawaii

Zwischenzeitlich stand das Projekt vor dem Abbruch. Im vergangenen Jahr musste das Team um die beiden Schweizer Wissenschaftler Piccard und André Borschberg eine neunmonatige Zwangspause auf Hawaii einlegen. Die Batterie hatte einen Defekt, der nur aufwendig zu reparieren war. Anschließend ging die Reise aber weiter über die USA und den Atlantik in Richtung Spanien und von dort zurück in den Nahen Osten.

Für die Atlantiküberquerung brauchte der Ökoflieger 70 Stunden, für den Pazifik 118 Stunden. Die Kosten des Projekts werden auf mehr als 100 Millionen Dollar (rund 89 Millionen Euro) geschätzt. Die Flügel des Flugzeugs sind mit 17.000 Solarzellen ausgestattet, durch die die Propeller betrieben und Batterien aufgeladen werden. In der Nacht nutzt das Flugzeug gespeicherte Energie.

Mit der Erdumrundung in einem Solarflieger wollen die beiden Schweizer für die Nutzung erneuerbarer Energien werben.

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KOMMENTARE

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elchico 26.07.2016 • 10:48 Uhr

Eben nicht

Gerade das Herzstück des Flugzeuges, die Akkus, haben die Weltumrundung eben nicht geschafft sondern mussten komplett ersetzt werden. Überhaupt wurde das Flugzeug zur Reparatur gründlich auseinandergenommen. Piccard hat die Weltumrundung in der Tat geschafft, sein Vehikel nicht. Insgesamt kommt mir sein Versuch vor, als hätte man mit einer Pferdekutsche einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt, indem man auf Sitze, Türen, Federung und Fenster verzichtet hat (anstatt das Automobil zu erfinden....)