Regierungskrise in Slowenien Regierungschef steht unter Korruptionsverdacht

Stand: 08.01.2013 22:15 Uhr

Im dem EU- und NATO-Mitgliedsland Slowenien ist nach Korruptionsvorwürfen gegen die Spitzen von Regierung und Opposition eine Regierungskrise ausgebrochen. Parlamentspräsident Gregor Virant, dessen Partei Juniorpartner in der Regierung ist, verlangte in Ljubljana den Rücktritt von Regierungschef Janez Jansa und von Oppositionsführer Zoran Jankovic.

Der slowenische Premierminister Jansa in Brüssel. Daheim steht er unter Korruptionsverdacht.
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Der slowenische Premierminister Jansa in Brüssel. Daheim steht er unter Korruptionsverdacht.

Zuvor hatte die staatliche Antikorruptionsbehörde mitgeteilt, Jansa könne die Herkunft von 210.000 Euro auf seinen Privatkonten nicht erklären. Jankovic blieb der Behörde gar die Quelle von 2,4 Millionen Euro schuldig.

Auch Außenminister Karl Erjavec, dessen Rentnerpartei ebenfalls Teil der Regierungskoalition ist, forderte den Rücktritt der beiden Spitzenpolitiker. Sollten die beiden Beschuldigten ihr Amt nicht zur Verfügung stellen, werde das ohnehin große Misstrauen der Bürger in die Politiker des Landes noch befeuert, hieß es zur Begründung.

In den vergangenen Monaten hatten Zehntausende Bürger in Demonstrationen ihrem Unmut über angeblich unfähige und korrupte Politiker in dem EU- und NATO-Mitgliedsland Luft gemacht.

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