Ermittlungen im Fall Skripal | Bildquelle: WILL OLIVER/EPA-EFE/REX/Shutters

Fall Skripal Moskau hat da noch ein paar Fragen

Stand: 02.04.2018 02:26 Uhr

Kann im Fall Skripal die Organisation für das Verbot chemischer Waffen vermitteln? Moskau schickte der unabhängigen Behörde Fragen. Zuvor hatte bereits London die OPCW angerufen.

Russland hat die Organisation für das Verbot chemischer Waffen um Informationen im Fall Skripal gebeten. Das Außenministerium schickte der OPCW einen Fragenkatalog zu den Ermittlungen über den Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia in Großbritannien.

Unter anderem will Russland wissen, um welche Hilfe Großbritannien die Organisation gebeten hat und auf welche Weise das Gift im britischen Salisbury sichergestellt wurde.

Auch London bat OPCW um Hilfe

Der Fall Skripal entwickelte sich innerhalb weniger Wochen zur internationalen Krise. Die britischen Ermittler gehen davon aus, dass der Ex-Spion und seine Tochter mit dem in der früheren Sowjetunion entwickelten Kampfstoff Nowitschok vergiftet wurden.

London bezichtigt daher den Kreml als Drahtzieher und hat unter anderem die OPCW um Unterstützung gebeten. Russland weist die Anschuldigungen zurück. Der Ex-Agent befindet sich noch in einem kritischen Zustand. Julia Skripal geht es offenbar deutlich besser.

Ein Bus mit russischen Diplomaten und deren Familienangehörigen, die von der USA ausgewiesen wurden, verlässt das Gelände des Flughafen Wnukowo im Südwesten Moskaus. | Bildquelle: dpa
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Am Ostersonntag kehrten die ersten russischen Diplomaten, die mit ihren Familienangehörigen von den USA ausgewiesen wurden, nach Moskau zurück.

Russische Diplomaten zurück in Moskau

Insgesamt wiesen westliche Staaten mittlerweile mehr als 140 russische Diplomaten aus. Russland will grundsätzlich in gleicher Münze zurückzahlen. So ordnete Moskau beispielsweise die Schließung des US-Konsulats in St. Petersburg an, nachdem Washington die Schließung des russischen Konsulats in Seattle verfügt hatte.

Am Sonntag kehrte eine erste Gruppe der von den USA ausgewiesenen russischen Diplomaten nach Moskau zurück. Auch vier Angehörige der deutschen Botschaft müssen Russland verlassen. Zuvor hatte Deutschland vier Russen zu unerwünschten Personen erklärt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. März 2018 um 20:00 Uhr.

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