Die durch das erdbeben zerstörte Kirche Maria Santissima in Fleri, Sizilien | Bildquelle: AP

Nach Ätna-Ausbruch Erdbeben der Stärke 4,9 auf Sizilien

Stand: 26.12.2018 14:47 Uhr

Zwei Tage nach dem Ausbruch des Ätna traf das bislang stärkste Nachbeben die Region um Catania. Mehrere Gebäude stürzten ein. Menschen wurden verletzt.

In der Nacht ist Sizilien von dem bislang stärksten Erdbeben erschüttert worden, das auf den Ausbruch des Ätna vor zwei Tagen folgte. Das Beben mit der Stärke von 4,9 traf erneut die Region rund um Catania. Vor allem die Gemeinden nördlich der Stadt bekamen die Auswirkungen des Bebens zu spüren.

"Zum Glück gibt es keine Toten, nur Leichtverletzte", sagte Innenminister Matteo Salvini. Von den rund 40 Verletzten wurde etwa ein Dutzend in Krankenhäuser gebracht.

Etliche, vor allem ältere Gebäude wurden beschädigt oder stürzten ein. In sechs Orten wurden größere Schäden festgestellt. In Zafferana Etnea bröckelte Putz von Fassaden, Mauern von Häusern stürzten ein. Stark beschädigt wurde auch eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert.

In der Stadt Acireale stürzte der Glockenturm der Kirche Santa Maria Santissima del Carmelo ein. Auch die Statue von Sant'Emidio, der als Schutzpatron gegen Erdbeben verehrt wird, ging dabei zu Bruch. Feuerwehrleute aus ganz Sizilien und aus der Nachbarregion Kalabrien auf dem Festland waren in den betroffenen Orten im Einsatz.

Verletzte nach Erdbeben auf Sizilien
tagesschau 17:20 Uhr, 26.12.2018, Ellen Trapp, ARD Rom

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Beben in nur einem Kilometer Tiefe

Dem Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) zufolge ereignete sich der Erdstoß in nur einem Kilometer Tiefe. Wegen möglicher Schäden an der Fahrbahn wurde die Autobahn zwischen Catania und Messina streckenweise gesperrt. Der Flughafen Catania rief Reisende deshalb auf, für die Anfahrt mehr Zeit einzuplanen.

Der Ausbruch des Ätnas hatte in den vergangenen Tagen zeitweise auch den Flugbetrieb beeinträchtigt. Am Mittwoch gab es zunächst keine Einschränkungen, teilte der Flughafen auf Twitter mit.

Erster großer Ätna-Ausbruch seit zehn Jahren

Seit dem Ätna-Ausbruch Anfang der Woche kam es in der Region rund um den Vulkan zu Hunderten Nachbeben von unterschiedlichem Ausmaß. Etwa 60 Beben waren stärker als 2,5.

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Lava fließt den Ätna bei Catania herunter | Bildquelle: ORIETTA SCARDINO/EPA-EFE/REX
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Einen so massiven Ausbruch des Ätna gab es zuletzt vor etwa zehn Jahren.

Auch der Vulkan Stromboli auf den Äolischen Inseln nahe Sizilien stößt derzeit Lava aus. Am Dienstag verstärkte der Zivilschutz die Beobachtung des Vulkans. Experten sehen einen Zusammenhang zwischen der Aktivität des Stromboli und des Ätna.

Sizilien: Verletzte nach Erdbeben in Ätna-Region
Tassilo Forchheimer, ARD Rom
26.12.2018 11:52 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Dezember 2018 um 11:00 Uhr.

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