Kyrsten Sinema | Bildquelle: AP

Knappes Ergebnis Demokratin holt Arizonas Senatssitz

Stand: 13.11.2018 04:54 Uhr

Der Senatssitz im US-Bundesstaat Arizona geht erstmals seit 30 Jahren an die Demokraten. Der nun bestätigte Erfolg von deren Kandidatin Sinema ändert aber nichts an der republikanischen Senatsmehrheit.

Eine Woche nach den Kongresswahlen in den USA ist knappe Rennen um den Senatssitz des Bundesstaates Arizona entschieden. Die demokratische Kandidatin Kyrsten Sinema setzte sich gegen die Republikanerin Martha McSally durch. McSally räumte per Videobotschaft ihre Niederlage ein und gratulierte ihrer Konkurrentin zum Sieg. Sinema dankte ihrerseits den Wählern in Arizona für deren Unterstützung.

Knappes Rennen zog sich tagelang hin

Martha McSally | Bildquelle: AFP
galerie

Martha McSally gratulierte ihrer Konkurrentin zum Sieg.

In dem südlichen Bundesstaat hatte das Endergebnis für den Senatsposten tagelang auf sich warten lassen. Die Stimmenauszählung in Arizona dauert aufgrund regionaler Besonderheiten oft länger als in anderen US-Staaten. Die derzeit für die Demokraten im Repräsentantenhaus sitzende Sinema wurde zur Siegerin ausgerufen, nachdem sie bei der Auszählung der Stimmen einen uneinholbaren Vorsprung vor McSally erreicht hatte.

Der Erfolg der Demokraten in Arizona ändert nichts daran, dass die Republikaner von US-Präsident Donald Trump ihre Senatsmehrheit verteidigen konnten. Der Sitz in Arizona war bislang allerdings in den Händen der Konservativen. Amtsinhaber Jeff Flake, der ein lautstarker Kritiker von Trump ist, hatte sich entschieden, nicht mehr zu kandidieren. Zuletzt war es den Demokraten 1988 gelungen, eine Senatswahl in Arizona zu gewinnen. Sinemas Erfolg wird auch als Indiz dafür gedeutet, dass sich der Staat von einer langjährigen republikanischen Hochburg hin zu einem sogenannten Swing State entwickeln könnte.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. November 2018 um 06:30 Uhr.

Darstellung: