Kernkraftwerk Beznau in der Schwei | dpa

Keine neuen AKW Schweizer stimmen für Atomausstieg

Stand: 21.05.2017 20:32 Uhr

Die Schweizer wollen den Atomausstieg - mit deutlicher Mehrheit stimmten sie in einer Volksabstimmung für ein entsprechendes Gesetz. Neue Meiler sollen nicht mehr gebaut werden, bestehende Atomkraftwerke bleiben aber vorerst am Netz.

Die Schweizer haben sich mit deutlicher Mehrheit für den Atomausstieg und eine stärkere Förderung erneuerbarer Energien ausgesprochen. 58,2 Prozent stimmten bei einer Volksabstimmung für ein neues Energiegesetz, wie das Fernsehen des SRF nach Auszählung aller Stimmen berichtete. Das Gesetz soll Anfang 2018 in Kraft treten.

Das Gesetz verbietet den Bau neuer Atomkraftwerke, verschärft die Richtwerte für den CO2-Ausstoß von Autos und erhöht Fördergelder für erneuerbare Energien. Die fünf bestehenden Kraftwerke sollen am Netz bleiben, solange sie von der Aufsichtsbehörde als sicher eingestuft werden.

Eine Initiative der Grünen, die einen Ausstieg bis 2029 festschreiben wollten, hatten die Schweizer im vergangenen Herbst abgelehnt. Knapp 60 Prozent des Schweizer Stroms kommen schon aus nachhaltigen Quellen, überwiegend durch Wasserkraft.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 21. Mai 2017 um 16:00 Uhr.