Kein Fremdverschulden im Fall Schumacher Ermittlungen nach Skiunglück eingestellt

Stand: 17.02.2014 12:52 Uhr

Michael Schumacher
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Der Ermittlungsbericht ergab, dass niemand Schuld an Schumachers Unfall hat.

Nach dem schweren Ski-Unfall des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher hat die französische Justiz ihre Ermittlungen eingestellt.

Es gebe keinen Hinweis auf Fremdverschulden, teilte der zuständige Staatsanwalt Patrick Quincy mit. Die Piste sei vorschriftsmäßig markiert gewesen, und die Hinweise auf deren Grenzen hätten französischen Standards entsprochen. "Niemand hat sich etwas zuschulden kommen lassen."

Die Ermittlungen zum Unfallhergang waren vor allem wegen der Frage nach möglichem Schadensersatz von Bedeutung.

Schumacher war am 29. Dezember im Alpen-Skiort Meribel jenseits der ausgewiesenen Piste gestürzt und mit dem Kopf gegen einen Felsen geprallt. Dabei ging sein Helm zu Bruch und er erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.

Schädel-Hirn-Trauma

Mit diesem Begriff bezeichnen Ärzte Schädelverletzungen, bei denen auch das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Häufig gehen damit eine Prellung oder Verletzung der Kopfschwarte und des knöchernen Schädels einher. Die Betroffenen können Koma, Bewusstseinstrübung, Krampfanfälle oder Erbrechen erleiden.
Die Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas sind zunächst nur schwer abschätzbar. Mit Röntgen- und Computer-Tomographie-Aufnahmen wird ausgelotet, ob und welche Regionen des Schädelinneren betroffen sind.
Bei bewusstlosen Patienten müssen Blutungen im Schädel unterstellt werden, was die Sauerstoffversorgung des empfindlichen Hirns gefährdet. In solchen Fällen drohen bleibende Schäden.

Schumacher liegt seit seinem Sturz in der Universitätsklinik von Grenoble im künstlichen Koma. Nach zwei Operationen galt sein Zustand bis Ende Januar noch als kritisch. Inzwischen begannen die Ärzte damit, den 45-Jährigen langsam aus dem Koma zurückzuholen.

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