Ein verletzter Junge liegt auf einem Krankenbett. | Bildquelle: REUTERS

Angriff auf Bus im Jemen Guterres fordert Untersuchung

Stand: 10.08.2018 03:31 Uhr

UN-Generalsekretär Guterres hat eine unabhängige Untersuchung des tödlichen Angriffs auf einen Schulbus im Jemen gefordert. Die von Saudi-Arabien geführte Koalition übernahm die Verantwortung für den Angriff.

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Bus mit Kindern im Jemen hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres eine unabhängige und schnelle Untersuchung angemahnt. Wie sein Sprecher erklärte, müssten alle Seiten "darauf achten, Zivilisten und zivile Ziele bei militärischen Einsätzen zu verschonen".

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hatte zuvor die Verantwortung für den Luftangriff übernommen. Sie sprach von einem "legitimen Militäreinsatz". Die Bombardements hätten den Huthi-Rebellen gegolten. Es handle sich um die Vergeltung für einen Raketenangriff auf die saudi-arabische Stadt Dschisan am Vortag, hieß es. Dabei habe es einen Toten und mehrere Verletzte gegeben.

Luftangriff auf einen Schulbus im Jemen
tagesschau 20:00 Uhr, 09.08.2018, Simon Riesche, ARD Kairo

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Bus in die Sommerschule

Bei dem Angriff auf den Schulbus wurden nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) mindestens 50 Menschen getötet, darunter mindestens 29 Kinder. Das von den Huthi-Rebellen kontrollierte Gesundheitsministerium sprach von 47 Todesopfern und 77 Verletzten, darunter viele Kinder und Teenager.

Die Nachrichtenagentur AP meldet unter Berufung auf die Angaben Stammesältester, dass der Angriff sich gegen einen belebten Markt und einen Schulbus in Dahian in der Provinz Saada gerichtet habe. Anwohner sagten, der Bus habe Kinder in eine Sommerschule fahren sollen.

Provinz Saada gilt als Huthi-Hochburg

Die von Saudi-Arabien geführte Koalition führt seit 2015 Krieg gegen die Huthi-Rebellen. Die Provinz Saada gilt als deren Hochburg. Die Allianz hat die Lufthoheit über dem Bürgerkriegsland und in der Vergangenheit bereits Hochzeiten, Trauerfeiern und belebte Märkte angegriffen. Mehr als 10.000 Menschen wurden seit Ausbruch des Krieges getötet, darunter Tausende Zivilisten.

Zerstörung in der jemenitische Stadt Saada | Bildquelle: AFP
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Die Provinz Saada gilt als Huthi-Hochburg. Immer wieder wird sie von Luftangriffen getroffen.

USA sind "sehr besorgt"

Antonio Guterres | Bildquelle: AFP
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UN-Generalsekretär Guterres verurteilte den Luftangriff und verlangt eine sofortige und unabhängige Untersuchung.

Guterres bekräftigte erneut seine Forderung nach einer politischen Verhandlungslösung im Jemen-Konflikt. Die Vereinten Nationen bezeichnen den Konflikt als schwerste humanitäre Krise der Gegenwart. Erst vor einer Woche hatte der UN-Sondergesandte für den Jemen, Martin Griffiths, die ersten Friedensgespräche seit zwei Jahren angekündigt. Er wolle die Konfliktparteien zum 6. September nach Genf einladen.

Auch die USA zeigten sich "sehr besorgt über die Informationen" über den Angriff, wie eine Sprecherin des Außenministeriums in Washington erklärte. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition müsse eine "gründliche und transparente Untersuchung" des Angriffs vornehmen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 9. August 2018 um 20:00 Uhr.

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