Polizisten am YouTube-Hauptquartier in San Bruno | Bildquelle: JOHN G. MABANGLO/EPA-EFE/REX/Shu

YouTube-Zentrale bei San Francisco Frau verletzt mehrere Personen durch Schüsse

Stand: 04.04.2018 11:44 Uhr

Im YouTube-Hauptquartier bei San Francisco hat eine Frau um sich geschossen und mehrere Personen verletzt. Danach tötete sie sich laut Polizei selbst. Es gibt Hinweise, dass die Tat aus Hass auf YouTube geschah.

Am Hauptsitz von YouTube im kalifornischen San Bruno bei San Francisco hat eine Frau drei Menschen durch Schüsse verletzt. Ein 36-Jähriger ist laut Ärzten in kritischem Zustand. Den Zustand einer 32-jährigen Frau beschrieb die Klinik als ernst.

Die mutmaßliche Schützin habe sich dann erschossen, teilte der örtliche Polizeichef Ed Barberini mit.

Hass als Motiv?

Die Behörden gehen nicht von einem terroristischen Hintergrund der Tat aus. Die Leitung der Ermittlungen habe die Polizei San Bruno, teilte die Bundespolizei FBI mit. Dies wird als Zeichen gewertet, dass es sich nicht um einen Angriff gegen den Staat handelt.

Der Vater der 39-Jährigen sagte gegenüber Medien, dass sie wütend auf YouTube gewesen sei, weil sie Werbeeinnahmen verloren habe. Am Montag habe er sie als vermisst gemeldet, nachdem sie zwei Tage lang nicht an ihr Telefon gegangen sei, sagte er. Als die Polizei in der Nacht zum Dienstag bei der Familie angerufen und berichtet habe, sie sei schlafend in einem Auto entdeckt worden, habe er gewarnt, dass seine Tochter in die Zentrale von YouTube in San Bruno kommen könnte, weil sie den Konzern hasse.

Zunächst hatte es Hinweise auf eine Beziehungstat gegeben. Die Frau habe ihre Opfer nicht gekannt, teilte die Polizei der Stadt San Bruno aber inzwischen mit.

Jan Philipp Burgard, ARD Washington, über die Schießerei vor der YouTube-Zentrale
nachtmagazin 00:20 Uhr, 04.04.2018

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Schüsse in einem Innenhof

Die Tat ereignete sich zur Mittagszeit. Die Schüsse sollen in einem Innenhof gefallen sein, wo Angestellte zu Mittag aßen. Viele ergriffen die Flucht oder wurden aus dem Gebäude geführt. Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot vor Ort.

Trump spricht Mitgefühl aus

Auf Twitter äußerte sich auch US-Präsident Donald Trump zur Schießerei. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei allen Betroffenen", schrieb er.

Mehr als 1000 Mitarbeiter in Hauptqartier

YouTube ist ein Tochterunternehmen von Google. Google-Chef Sundar Pichai sprach nach dem Vorfall in einem Schreiben an die Angestellten von einer "unvorstellbaren Tragödie". YouTube-Chefin Susan Wojcicki twitterte, es gebe "keine Worte" für das Geschehene.

Am Hauptquartier der Online-Videoplattform YouTube bei San Francisco arbeiten mehr als 1000 Mitarbeiter in mehreren Gebäuden. "Heute fühlt es sich an, als ob die gesamte YouTube-Gemeinde, alle Angestellten, Opfer dieses Verbrechens waren", sagte Chris Dale, Sprecher von YouTube. "Unsere Herzen sind bei all jenen, die gelitten haben."

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. April 2018 u.a. um 08:00 Uhr.

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