Guangzhou-Shenzhen-Hong Kong Express | Bildquelle: GIULIA MACRCHI/POOL/EPA-EFE/REX/

Neue Strecke eröffnet Mal schnell von Hongkong nach China

Stand: 23.09.2018 12:02 Uhr

Acht Jahre Bauzeit, zehn Milliarden Dollar: Eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke verbindet Hongkong und das chinesische Festland. Auch für die Frage der Grenzkontrollen im Endbahnhof in Hongkong gab es eine Lösung.

In Hongkong ist eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke eröffnet worden. Sie verringert die Reisezeit von der chinesischen Sonderverwaltungszone ins Landesinnere drastisch und hat eine Kapazität für mehr als 80.000 Fahrgäste täglich. Für die 26 Kilometer lange Strecke von Hongkong nach Shenzhen brauche man künftig nur noch 14 Minuten, hieß es. Zuvor betrug die Reisedauer rund eine Stunde.

Umsteigen in China

Einmal über die Grenze gelangt, können Pendler und Reisende auf das landesweite chinesische Netz von Hochgeschwindigkeitszügen umsteigen und zu 44 Zielorten in China aufbrechen. Der Bau der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke dauerte mehr als acht Jahre und kostete mehr als zehn Milliarden Dollar.

West Kowloon Station in Hong Kong, China | Bildquelle: JEROME FAVRE/EPA-EFE/REX/Shutter
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Der Endbahnhof West Kowloon in Hongkong: In einem Viertel des Bahnhofsgeländes gilt chinesisches Recht.

Streit um Grenzkontrollen

Die neue Zugstrecke löste eine Kontroverse aus, weil die Grenzkontrollen der Sonderverwaltungszone Hongkong und der Volksrepublik China in deren Endbahnhof West Kowloon in Hongkong stattfinden sollen. Dazu soll in einem Viertel des Bahnhofsgeländes chinesisches Recht gelten. Kritiker sehen darin eine Verletzung von Hongkongs eigenem Rechtssystem, das die ehemalige britische Kronkolonie nach der Rückgabe an China im Jahr 1997 behielt.

Unter dem Prinzip "Ein Land, zwei Systeme" sagte Peking Hongkong nach der Rückgabe durch Großbritannien weitreichende Autonomie und zivilrechtliche Freiheiten zu. Die Bewohner in Hongkong fürchten aber, dass die kommunistische Führung immer weiter von dieser Zusage zurückweicht.

Über dieses Thema berichtete Bayern 2 am 14. Januar 2018 um 13:05 Uhr.

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