Ein Mann befreit ein Dach von der Schneelast. | Bildquelle: dpa

Einsturz- und Lawinengefahr Gefahr durch Schnee auf Dächern

Stand: 11.01.2019 05:52 Uhr

Hunderte Helfer sind in der Alpenregion damit beschäftigt, den Schnee von Dächern zu schaufeln. Denn unter dem Gewicht könnten sie einstürzen. Nach wie vor sind viele Orte von der Außenwelt abgeschnitten.

In den Alpen bleibt die Lage wegen des Winterwetters angespannt. Es schneit unaufhörlich, weshalb immer mehr Menschen von der Außenwelt abgeschnitten sind. Doch am meisten Sorgen bereiten den Behörden die Schneelasten auf den Dächern.

Angst vor Regen

Hunderte Helfer und Soldaten sind pausenlos damit beschäftigt, die weißen Massen von den Häusern zu räumen, berichtet ARD-Korrespondent Jannik Pentz aus Berchtesgaden. Insgesamt sollen 200 Bundeswehrangehörige zum Einsatz kommen. Doch durch den permanenten Schneefall wird die Aufgabe zur Sisyphusarbeit.

Besondere Sorge bereitet den Helfern, dass es am Wochenende regnen soll. "Dadurch wird der Schnee noch mal schwerer und damit steigt die Gefahr, dass Gabäude unter dieser Last zusammenbrechen", berichtet Pentz. Bei vielen werden Erinnerungen an Bad Reichenhall wach - dort war 2006 das Dach einer Sporthalle unter dem Gewicht des Schnees eingestürzt, 15 Menschen kamen ums Leben.

Lage im Alpenraum bleibt kritisch
tagesschau 12:00 Uhr, 11.01.2019, Eckhart Querner, BR

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Schule fällt aus

Wegen der außergewöhnlichen Schneefälle hatte Bayern für den südlichen Landkreis Berchtesgaden den Katastrophenfall erklärt. Damit darf die Bundeswehr aushelfen. An allen Schulen dort fiel am Donnerstag der Unterricht aus, zum Teil gilt dies auch für den heutigen Freitag. Ein großes Problem der Helfer ist, dass viele Orte nur schwer erreichbar sind. Der Verkehr auf den schneeglatten Straßen geht nur schleppend voran, oft blockieren abgebrochene Äste die Wege.

Auch im südbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gilt seit dem späten Donnerstagabend der Katastrophenfall. betroffen sind auch die Landkreise Miesbach und Traunstein.

Stromausfälle in Österreich

Auch in Österreich kämpfen Menschen mit den Schneemassen. Tausende Haushalte in den besonders stark betroffenen Gebieten im Westen des Landes waren zeitweise ohne Strom. Allein im österreichischen Bundesland Tirol waren es rund 1600 Haushalte, in Salzburg meldete das Land vorübergehend mehr als 1200 stromlose Haushalte.

Der Ort Obertauern ist teilweise abgeschnitten von der Außenwelt. Zwar sei die Lage der Menschen, lebensbedrohlich sei sie aber nicht, berichtet ARD-Korrespondentin Anna Tillack. Es mangele nicht an Lebensmitteln oder Trinkwasser. Eine wichtige Frage sei, wie und in welchem Umfang Lawinen durch Sprengungen möglich seien. Je mehr dies möglich ist, desto eher sei ein Zugang zu dem Ort möglich.

Lawine kracht in Hotel

Auch die Schweiz leidet unter dem ungewöhnlichen Schneefall. Im Ort Hundwil brach eine etwa 300 Meter breite Lawine in ein Hotelrestaurant. Drei Menschen wurden dabei verletzt. Die Lawine hatte sich am Hang gegenüber des Hotels gelöst. Mehr als ein Dutzend Autos und Teile des Hotels wurden verschüttet. Auf Fotos war zu sehen, wie sich der Schnee durch Fenster und Türen auch in mehrere weitere Räume des Gebäudes verteilte.

Weitere Schneefälle erwartet

Und eine Entwarnung ist nicht in Sicht: Meteorologen erwarten weiteren massiven Schneefall und damit eine Verschärfung der Lawinengefahr. Es müsse mit bis zu einem halben Meter Neuschnee gerechnet werden.

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Schneechaos in Teilen Deutschlands und Österreichs

Schneechaos: Soldaten räumen Flachdach

In den vergangenen Tagen sind riesige Mengen Schnee in den Alpen gefallen. Dächer sind in Gefahr. In Rosenau in Österreich arbeiteten Soldaten daran, den Schnee von einem Produktionsgebäude zu bekommen. Als sie damit fertig waren, brach das Dach dennoch ein. | Bildquelle: dpa

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 10. Januar 2019 um 22:45 Uhr.

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