Ein Bus schiebt sich eine Straße im Schneetreiben empor. | Bildquelle: dpa

Winter in den Alpen Noch mehr Schnee, steigende Lawinengefahr

Stand: 10.01.2019 16:48 Uhr

Angesichts der anhaltenden massiven Schneefälle hat in Bayern nun auch der Landkreis Berchtesgaden den Katastrophenfall erklärt. Die Lawinengefahr bleibt hoch. Auch der Westen Österreichs versinkt im Schnee.

Schneemassen, Lawinengefahr, einsturzgefährdete Häuser: In Bayern hat der südliche Landkreis Berchtesgaden den Katastrophenfall erklärt. Ab sofort übernehme die Katastrophenschutzbehörde beim Landratsamt die Koordinierung der Rettungs- und Hilfseinsätze, erklärte Landrat Georg Grabner. Er warnte vor den Gefahren durch die Schneelasten auf Bäumen und Dächern. An allen Schulen wurde der Unterricht abgesagt, dies gelte zum Teil auch für Freitag.

In einem Ortsteil von Berchtesgaden ist die einzige Zufahrtsstraße nur von Militärfahrzeugen der Bundeswehr befahrbar - rund 350 Menschen sitzen dort fest. Auch andere Straßen in der Region sind gesperrt, weil Bäume umgestürzt sind. Der Verkehr auf den schneeglatten Straßen geht nur schleppend voran. Diese Woche hatte bereits der oberbayerische Landkreis Miesbach den Katastrophenfall ausgerufen.

Bundeswehr hilft bei der Versorgung der Einwohnern im Landkreis Berchtesgaden
tagesschau 20:00 Uhr, 10.01.2019, Eckhart Querner, BR

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Stromausfälle in Österreich

Auch im Westen Österreichs kämpfen Menschen mit den Schneemassen. Tausende Haushalte in den besonders stark betroffenen Gebieten waren zeitweise ohne Strom. Allein im österreichischen Bundesland Tirol waren es rund 1600 Haushalte, in Salzburg meldete das Land gegen Mittag mehr als 1200 stromlose Haushalte.

Im Ennstal in der Steiermark wurde eine zentrale Hochspannungsleitung durch mehrere umgestürzte Bäume zerstört. Stromausfälle gab es durch den Vorfall aber nicht: Die Bewohner konnten durch eine Alternativ-Einspeisung versorgt werden.

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Schneechaos in Teilen Deutschlands und Österreichs

Schneechaos: Soldaten räumen Flachdach

In den vergangenen Tagen sind riesige Mengen Schnee in den Alpen gefallen. Dächer sind in Gefahr. In Rosenau in Österreich arbeiteten Soldaten daran, den Schnee von einem Produktionsgebäude zu bekommen. Als sie damit fertig waren, brach das Dach dennoch ein. | Bildquelle: dpa

Weitere Schneefälle erwartet

Und eine Entwarnung ist nicht in Sicht: Meteorologen erwarten weiteren massiven Schneefall und damit eine Verschärfung der Lawinengefahr. Es müsse mit bis zu einem halben Meter Neuschnee gerechnet werden, berichtete der Wetterdienst des Senders ORF. Zu vielen Orten wurden die Zufahrtsstraßen wegen Lawinengefahr gesperrt. Dadurch sitzen auch immer mehr Touristen fest.

Ein Großteil der Skilifte ist zwar weiterhin offen, die Anfahrt in einigen Fällen aber schwierig oder unmöglich. Tourismus-Experten zeigen sich jedoch zuversichtlich, dass die ergiebigen Schneefälle langfristig von Vorteil sein werden. Die großen Schneemengen würden nach Möglichkeit als Piste präpariert, die Schneeunterlage der Pisten sei also entsprechend hoch, sagte der Seilbahnen-Obmann bei der steirischen Wirtschaftskammer, Fabrice Girardoni. Im Salzburger Land sind laut Tourismus-Sprecher bereits vermehrt Buchungen für die kommenden Monate eingegangen.

Streusalz-Lieferungen werden durch den Schnee in Österreich stark behindert.

Tote in Österreich

In Österreich starben seit dem Wochenende mindestens sieben Menschen im Schnee. Darunter waren zwei Deutsche, die am Sonntag in Vorarlberg von Lawinen verschüttet worden war. Am Mittwoch wurde ein 16 Jahre alter Deutsch-Australier vor den Augen seiner Familie beim Skifahren von einer Lawine in den Tod gerissen.

Zudem starben zwei Skifahrer, die bei Stürzen im meterhohen Schnee versanken, sowie zwei junge Schneeschuhwanderer, die am Montag tot unter einem Lawinenkegel gefunden wurden. Seit Samstag werden außerdem zwei Tourengeher vermisst. Im Skigebiet Wildkogel waren am Mittwoch sechs Schüler aus Sachsen-Anhalt von einer Lawine erfasst und teils verschüttet worden, sie konnten sich alle retten.

Bundesstraße in Sachsen blockiert

In Sachsen haben etwa 170 Lastwagen eine Bundesstraße bei Chemnitz blockiert. Wie die Polizei mitteilte, mussten Dutzende Fernfahrer über Nacht wegen des Winterwetters auf der Straße in ihren Fahrzeugen ausharren. Inzwischen habe sich die Situation auf dem Teilstück der sächsischen Bundesstraße entspannt. Insgesamt registrierte die Polizeidirektion Chemnitz bis zum Vormittag mehr als 275 Unfälle mit insgesamt 22 Verletzten. Im Erzgebirge waren auch am Donnerstag noch viele Bundes- und Kreisstraßen wegen Schneeglätte und Verwehungen sowie umgestürzter Bäume gesperrt.

Wegen hoher Schneebruchgefahr finden auf dem Städtischen Friedhof von Chemnitz bis zum 14. Januar aus Sicherheitsgründen keine Beerdigungen statt. Wie die Stadt mitteilte, wurden alle bis Montag geplanten Beisetzungen abgesagt, der Friedhof sei vorerst geschlossen.

Wetteraussichten für das Wochenende

Am Wochenende gibt es in den meisten Teilen Deutschlands statt winterlicher Pracht windiges und nasses Wetter mit Temperaturen von zwei bis sieben Grad. Da in den Alpen auch der Schnee nasser wird, steigt die Last auf Dächern, Bäumen oder Oberleitungen. An den Küsten und im Bergland sind am Wochenende zudem schwere Sturmböen bis hin zu Orkanböen möglich.

Der Kampf gegen die Schneemassen
Brennpunkt, 10.01.2019

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Januar 2019 um 14:00 Uhr.

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