Kerzen und Blumen an der Stelle des Schiffsunglücks in Budapest. | Bildquelle: AP

Schiffsunglück in Budapest Vermisste im Wrack vermutet

Stand: 31.05.2019 14:36 Uhr

Nach dem Schiffsunglück mit mindestens sieben Toten wird es immer unwahrscheinlicher, Überlebende zu finden. Doch die Taucher in Budapest geben nicht auf. Was bleibt, sind Trauer und offene Fragen.

Von Rupert Waldmüller, ARD-Studio Wien

Am Ufer in der Nähe der Unglücksstelle bei der Margaretenbrücke in der Budapester Innenstadt haben trauernde Menschen Blumen niedergelegt und Kerzen aufgestellt. Inzwischen sind auch erste Angehörige aus Südkorea in der ungarischen Hauptstadt angekommen. Die Suche nach den Vermissten läuft weiter. Die Einsatzkräfte haben allerdings wenig Hoffnung, noch Überlebende zu finden.

Noch viele Vermisste nach Bootsunglück in Budapest
tagesschau 17:00 Uhr, 31.05.2019, Till Rüger, ARD Wien

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Einsatz unter schwierigen Umständen

Spezialtaucher sollen das Wrack untersuchen, weil dort etliche der Vermissten vermutet werden. Allerdings können sie im Moment noch nicht in das Schiff, sagt Ungarns Außenminister Péter Szijjártó: "Die Such- und Rettungsmannschaften müssen mit schwierigen Umständen rechnen. Gestern gab es schon einen ersten Tauchgang. Aber die Taucher konnten das Wrack nicht erreichen. Die Sichtweite ist praktisch Null." Dazu kommen die starke Strömung nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Tage und die Gefahr durch Treibholz.

Eingeschlossen im Schiff

Viele der 21 Vermissten werden in dem Schiffswrack vermutet. Überlebende des Unfalls berichteten, dass alle Personen, die an Deck waren, über Bord gefallen sind. Diejenigen, die im Schiff waren, hatten wohl keine Chance rauszukommen.

Auch wenn die Rettungskräfte kaum noch Hoffnung haben, Überlebende zu finden: Die Suche nach den Vermissten wird auch entlang des Flusses noch fortgesetzt, versichert Außenminister Szijjártó: "Die Vermisstensuche wird noch lange dauern. Die Suche entlang der Donau südlich der Unfallstelle läuft weiter. Wir arbeiten auch eng mit den serbischen Behörden zusammen. Es ist nicht auszuschließen, dass wir sie auch brauchen."

Michael Mandlik, ARD Budapest, über die Rettungsarbeiten am Schiffswrack
tagesschau24 15:00, 31.05.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Vorwürfe gegen den Kapitän

Gestern wurde der ukrainische Kapitän des Schweizer Kreuzfahrtschiffs, das den Ausflugsdampfer gerammt hatte, festgenommen. Laut Polizei wird der Mann verdächtigt, den Wassertransport gefährdet zu haben, woraufhin es zu dem tödlichen Unfall gekommen sei. Der Vorsitzende des ungarischen Binnenschifffahrtsverbands, Attila Bencsik, äußerte im ungarischen Fernsehen die Vermutung, dass das Kreuzfahrtschiff zu schnell zwischen den Brückenpfeilern durchgefahren ist und die dadurch entstandene Sogwirkung zu dem Unfall geführt hat.

Menschen beobachten von der Margaretenbrücke aus die Rettungsarbeiten nach einem Schiffsunglück. | Bildquelle: dpa
galerie

Menschen beobachten von der Margaretenbrücke aus die Rettungsarbeiten nach einem Schiffsunglück in Budapest.

Politik verspricht Konsequenzen

Kanzleramtsminister Gergely Gulyás versicherte, man werde aus dem Unfall auf jeden Fall die nötigen Konsequenzen ziehen: "Falls irgendwelche Maßnahmen oder sogar Gesetzänderungen nötig sind, werden wir das machen. Aber erst muss die Unfalluntersuchung beendet sein." Inzwischen traf auch die südkoreanische Außenministerin Kyung Wha Kang in Budapest ein und besuchte die Unglücksstelle.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán versprach, die Ursache für das Unglück so gründlich wie möglich aufzuklären: "Es erschüttert die Menschen. Die Passagiere hatten bei dem Unfall fast gar keine Überlebenschancen. Ich möchte noch mal den Familien der Opfer mein Beileid aussprechen." Er habe die Behörden um eine "strikte, gründliche Untersuchung" gebeten, so Orbán. "Wir möchten es genau wissen, was passiert ist und warum."

Die Aufklärung dieses Unglücks - einer der schlimmsten Schifffahrtskatastrophen in der neueren Geschichte Ungarns - wird aber sicher noch einige Zeit dauern.

Schiffsunglück in Budapest: Es gibt wenig Hoffnung auf weitere Überlebende
Rupert Waldmüller, ARD Wien
31.05.2019 13:24 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete am 31. Mai 2019 die tagesschau und tagesschau24 um 15:00 Uhr sowie MDR Aktuell um 15:12 Uhr.

Darstellung: