Ein Bergungsschiff an der Stelle auf der Donau in Budapest, an der ein Ausflugsboot mit südkoreanischen Touristen gerammt wurde und untergegangen ist. | Bildquelle: REUTERS

Schiffsunglück in Ungarn Kapitän des Donaukreuzers festgenommen

Stand: 02.06.2019 13:45 Uhr

Nach dem Untergang eines Ausflugsschiffes auf der Donau in Budapest ermitteln die Behörden gegen den Kapitän des Kreuzfahrtschiffes, das in die Kollision verwickelt war. Bei dem Unglück starben mehrere Menschen.

Nach der Schiffskollision auf der Donau in Budapest mit mehreren Toten ermitteln die ungarischen Behörden gegen den Kapitän eines Kreuzfahrtschiffes. Das größere Schiff hatte einen kleineren Ausflugsdampfer gerammt, der daraufhin innerhalb von Sekunden gekentert war.

Laut Polizei wird der 64-jährige ukrainische Staatsbürger verdächtigt, den Wassertransport gefährdet zu haben, woraufhin es zu einem tödlichen Massenufall gekommen sei. Bei dem Untergang starben sieben Menschen, 21 weitere werden noch immer vermisst. Bei den Opfern handelt es sich um südkoreanische Touristen.

Großaufgebot sucht nach weiteren Opfern

Noch immer ist ein Großaufgebot an Rettungskräften im Einsatz, um nach Überlebenden zu suchen. Heftiger Regen und die starke Strömung behindern die Arbeiten. Der Schiffsverkehr auf der Donau im betreffenden Abschnitt wurde komplett eingestellt. Wegen der starken Strömung suchen die Einsatzkräfte den gesamten Fluss zu Wasser und zu Land in Richtung der serbischen Grenze ab.

Michael Mandlik, ARD Wien, zu Bergungsarbeiten nach Unglück auf der Donau
MoMa, 31.05.2019

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Kaum Überlebenschancen im kalten Wasser

Wegen des zehn bis 15 Grad kalten Wassers sinken für sie jede Minute die Überlebenschancen. Nur sieben Menschen konnten bisher lebend gerettet werden. Laut Rettungsdienst ist ihre Lage war stabil, sie kamen unterkühlt ins Krankenhaus.

Rettungskräfte in Budapest suchen das Donauufer nach Überlebeneden ab. | Bildquelle: dpa
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Rettungskräfte in Budapest suchen das Donauufer nach Überlebenden ab.

Betreiber: "Technischer Zustand war in Ordnung"

Wie es zu dem Zusammenstoß der beiden Schiffe kommen konnte, ist noch unklar. Aber es existiere ein Video von der Kollision, sagt Adrián Pál von der ungarischen Polizei: "Auf den Aufnahmen sieht man, dass das kleine Schiff Hableány Richtung Norden fährt wie die Viking. Und als sie zwischen zwei Pfeiler der Margaretenbrücke kommen, hat die Hableány plötzlich gedreht - vor die Viking. Nach dem Zusammenstoß kenterte das Schiff und versank in ungefähr sieben Sekunden.

Mihály Tóth, Pressesprecher des Schiffsbetreibers, kann sich nicht erklären, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte: "Diese Abendrundfahrten sind Routine. Das Schiff wurde regelmäßig gewartet und der technische Zustand war auch in Ordnung. An Deck stand alles für eine Rettung zur Verfügung. Unser Personal ist ausgebildet und die Kapitäne sind erfahrene Leute."

Haftbefehl gegen Kapitän des Schweizer Kreuzfahrtschiffes erlassen
Rupert Waldmüller, ARD Wien
30.05.2019 23:46 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. Mai 2019 um 04:43 Uhr.

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