Eine Frau wirft eine Rose in die Donau bei Budapest. | Bildquelle: BALAZS MOHAI/EPA-EFE/REX

Schiffsunglück in Ungarn Großaufgebot sucht nach Überlebenden

Stand: 30.05.2019 14:41 Uhr

Nach einem Zusammenstoß auf der Donau in Budapest ist gestern Abend ein Ausflugsschiff gekentert, an Bord waren Touristen aus Südkorea. Mehrere Menschen starben, viele werden noch vermisst.

Von Rupert Waldmüller, ARD-Studio Wien

Seit gestern Abend ist ein Großaufgebot an Rettungskräften an der Donau in Budapest unterwegs, um nach Überlebenden zu suchen. Heftiger Regen und die starke Strömung machen den Einsatz für alle zu einer Herausforderung - wie für diesen Polizisten, der Anweisungen an seine Kollegen gibt: "Wir machen folgendes: Alleine darf keiner irgendwo hingehen, es ist alles enorm rutschig. Je zwei bis drei Leute gehen gemeinsam am Ufer von der Kettenbrücke bis zur Erzsébet-Brücke."

Schiff binnen Sekunden gesunken

Gestern Abend war das ungarische Ausflugsschiff "Meerjungfrau" auf der Donau direkt vor dem Parlamentsgebäude in der Budapester Innenstadt mit einem Hotelschiff aus der Schweiz zusammengestoßen. Polizeisprecher Kristóf Gál erklärt: "Die Polizei hat um Viertel nach neun die Ansage bekommen, dass auf der Donau in der Nähe vom Kossuth-Platz ein Schiff verunglückt ist. An Bord befanden sich eine 33-köpfige Reisegruppe und zwei Mann der Besatzung. Wir haben sofort mit den Rettungsarbeiten begonnen. Die Suche verläuft entlang der Donau."

Mindestens sieben Tote und 21 Vermisste nach Schiffsunglück in Budapest
tagesschau 20:00 Uhr, 30.05.2019, Michael Mandlik, ARD Wien

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Binnen Sekunden ist das Ausflugsschiff gesunken. Der Schiffsverkehr auf der Donau im betreffenden Abschnitt wurde komplett eingestellt. Wegen der starken Strömung suchen die Einsatzkräfte den gesamten Fluss zu Wasser und zu Land in Richtung der serbischen Grenze ab.

Kaum Überlebenschancen im kalten Wasser

21 Menschen wurden am späten Vormittag noch vermisst. Wegen des zehn bis 15 Grad kalten Wassers sinken für sie jede Minute die Überlebenschancen. Nur ein paar Menschen konnten bisher lebend gerettet werden, sagt Pál Györfi, Sprecher des Rettungsdienstes: "Insgesamt haben wir bisher sieben Menschen ins Krankenhaus gebracht. Ihre Lage war stabil, sie waren unterkühlt. Aber wir haben auch sieben Tote gefunden. Alle Wiederbelebungsversuche waren leider erfolglos."

Rettungskräfte in Budapest suchen das Donauufer nach Überlebeneden ab. | Bildquelle: dpa
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Rettungskräfte in Budapest suchen das Donauufer nach Überlebenden ab.

Betreiber: "Technischer Zustand war in Ordnung"

Wie es zu dem Zusammenstoß der beiden Schiffe kommen konnte, ist noch unklar, die Polizei ermittelt. Aber es existiere ein Video von der Kollision, sagt Adrián Pál von der ungarischen Polizei: "Auf den Aufnahmen sieht man, dass das kleine Schiff Hableány Richtung Norden fährt wie die Viking. Und als sie zwischen zwei Pfeiler der Margaretenbrücke kommen, hat die Hableány plötzlich gedreht - vor die Viking. Nach dem Zusammenstoß kenterte das Schiff und versank in ungefähr sieben Sekunden.

Ein Hotelschiff aus der Schweiz liegt in Budapest in der Donau. | Bildquelle: dpa
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Das Schweizer Flusskreuzfahrtschiff Viking Sigyn.

Mihály Tóth, Pressesprecher des Schiffsbetreibers, kann sich nicht erklären, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte: "Diese Abendrundfahrten sind Routine. Das Schiff wurde regelmäßig gewartet und der technische Zustand war auch in Ordnung. An Deck stand alles für eine Rettung zur Verfügung. Unser Personal ist ausgebildet und die Kapitäne sind erfahrene Leute."

Der nächtliche Schiffsausflug war einer der letzten Programmpunkte der südkoreanischen Touristengruppe in Ungarn.

Großaufgebot an Rettungskräften sucht nach Überlebenden
Rupert Waldmüller, ARD Wien
30.05.2019 12:04 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. Mai 2019 um 11:00 Uhr.

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