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Schäuble zu Macrons Europa-Plänen Änderung unrealistisch

Stand: 11.10.2017 19:20 Uhr

Außenminister Gabriel hat Finanzminister Schäuble scharf dafür angegriffen, dass er die Europa-Visionen des französischen Präsidenten Macron ablehnt. Im Interview erklärt Schäuble seine Sicht der Dinge.

Von Markus Preiß, ARD-Studio Brüssel

Die Vorschläge für eine bessere europäische Zusammenarbeit und einen eigenen Haushalt der Eurozone des französischen Präsidenten Emmanuel Macron seien unrealistisch. Das sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble. Hauptgrund: Eine solche Änderung der europäischen Primärverträge müssten von jedem einzelnen europäischen Landratifiziert werden. Die Ratifikations-Prozeduren halte er für langwierig und für teilweise nicht durchführbar, so Schäuble.

Markus Preiß ARD-Studio Brüssel

Außenminister Sigmar Gabriel hatte massive Kritik an Schäubles Vorstellungen zur Stabilisierung der Eurozone geübt. In einem fünfseitigen Positionspapier, das dem ARD-Hauptstadtstudio exklusiv vorliegt, stellte sich Gabriel hinter die Pläne des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. Oktober 2017 um 17:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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Ramuthra 12.10.2017 • 00:20 Uhr

Natürlich ist Macrons Plan

Natürlich ist Macrons Plan abzulehnen. Schließlich will er im Endeffekt nur Geld geschenkt bekommen. Leute wie Caspar Borner die das als Zukunftsvision für Europa bezeichnen kann ich nicht ernst nehmen. Zeche prellen ist keine Zukunftsvision und wir werden ganz sicher nicht zum wirtschaftlichen Hinterhof, wenn wir unsere Finanzen beisammen halten, statt sie an Macron zu verschenken.