Kinder steigen in der syrischen Stadt Kobane durch ein Loch in einer Mauer | Bildquelle: picture alliance / dpa

Studie von Save the Children Jedes fünfte Kind lebt in Krisenregion

Stand: 18.03.2019 09:24 Uhr

420 Millionen Kinder weltweit leben in Konflikt- und Kriegsgebieten. In den zehn gefährlichsten Ländern seien binnen fünf Jahren mindestens 550.000 Babys gestorben, teilte die Organisation Save the Children mit.

Fast jedes fünfte Kind wächst in einem Konflikt- oder Kriegsgebiet auf. Weltweit seien es 2017 rund 420 Millionen gewesen, teilte die Hilfsorganisation Save the Children mit. Laut ihrem veröffentlichten Bericht "Krieg gegen Kinder" hat sich die Zahl seit Beginn der 1990er-Jahre mehr als verdoppelt.

550.000 tote Babys in den gefährlichsten Ländern

Die Organisation stuft Afghanistan, den Jemen, den Südsudan, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Syrien, Irak, Nigeria, Somalia und Mali als die zehn Länder ein, in denen das Leben für Kinder am gefährlichsten ist. Allein in diesen zehn Staaten seien zwischen 2013 und 2017 mindestens 550.000 Babys durch die Folgen von Konflikten gestorben. Bezogen auf Kinder unter fünf Jahren habe es sogar mindestens 868.000 Todesopfer gegeben.

Die Kinder starben den Angaben zufolge in den meisten Fällen an direkten Konfliktfolgen wie Hunger, mangelndem Zugang zu Gesundheitsversorgung und sanitären Einrichtungen oder infolge der Behinderung von humanitärer Hilfe.

100-jähriges Bestehen der Hilfsorganisation "Save the Children"
tagesschau 12:00 Uhr, Stefanie Groth, RBB

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Verstöße gegen Kinderrechte auf Rekordniveau

Der Bericht schlüsselt auch UN-Daten zu schweren Kinderrechtsverletzungen auf: Demnach stiegen diese auf das Rekordhoch von mehr als 25.000 im Jahr 2017 an; 2010 waren es noch knapp unter 10.000. Seitdem hat sich Zahl damit fast verdreifacht. Täglich würden Kinder gezielt getötet oder verstümmelt, von bewaffneten Gruppen rekrutiert, entführt oder Opfer von sexueller Gewalt, kritisiert die Organisation. Außerdem würden ihre Schulen attackiert und humanitäre Hilfe werde ihnen vorenthalten.

"Das Leid der Kinder in Kriegen wird immer grauenvoller", sagte Susanna Krüger, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland. Kinder und Zivilisten dürften niemals Angriffsziele seien. Dennoch gerieten jeden Tag Kinder unter Beschuss. "Kriegsverbrechen wie der Gebrauch chemischer Waffen, Zwangsrekrutierung oder Vergewaltigung sind an der Tagesordnung und die Welt schaut zu", beklagte sie.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 15. Februar 2019 um 07:00 Uhr in den Nachrichten.

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