Saudi-Arabiens Kronprinz Salman | Bildquelle: dpa

Konflikt mit dem Iran Auch Riad will keinen Krieg, aber ...

Stand: 19.05.2019 16:44 Uhr

Im Konflikt mit dem Iran hat Saudi-Arabien erklärt, einen Krieg vermeiden zu wollen. Man sei aber auch bereit, mit "Entschlossenheit" zu reagieren, so das Außenministerium. König Salman lud zu zwei Krisentreffen - ohne den Iran.

Wegen der jüngsten Scharmützel in der Golfregion hat Saudi-Arabien Staaten aus der Region zu zwei Krisentreffen Ende Mai eingeladen. Die saudische staatliche Nachrichtenagentur SPA berichtete, König Salman habe die Führer des Golf-Kooperationsrats und der Arabischen Liga zu Gesprächen am 30. Mai in Mekka aufgefordert. Dort solle über "diese Aggressionen und ihre Auswirkungen auf die Region" gesprochen werden. Der Iran ist nicht dabei, das Land gehört weder dem Golf-Kooperationsrat noch der Arabischen Liga an.

Gespräche mit "Bruderstaaten"

Saudi-Arabien geht es den Angaben zufolge darum, die Führungen der Bruderstaaten "zu konsultieren und sich abzustimmen" hinsichtlich aller verfügbarer Maßnahmen, "um die Sicherheit und Stabilität in der Region zu verstärken". Schließlich hätten die jüngsten Attacken "schwerwiegende Konsequenzen" insbesondere für die "Versorgungsrouten und die Stabilität der weltweiten Erdölmärkte", hieß es aus Riad.

Niemand will Krieg

Außenminister Adel al-Dschubeir erklärte, sein Land wolle einen Krieg in der Region vermeiden. Das Land sei aber auch bereit, mit "aller Strenge und Entschlossenheit" zu reagieren. Der Ball liege auf der iranischen Seite.

Saudi-Arabien verdächtigt den Iran hinter Drohnen-Anschlägen auf Öl-Anlagen im Land zu stecken. Energieminister Chalid al-Falih sprach von einem Terrorakt und einem erneuten Versuch, die Sicherheit der weltweiten Ölversorgung zu untergraben. Kurz zuvor hatte Saudi-Arabien Sabotageattacken auf heimische Öltanker gemeldet, die sich in Gewässern der Vereinigten Arabischen Emirate befanden.

Auch der Iran strebt nach den Worten des Chefs der Revolutionsgarden keinen Krieg im Nahen Osten an. "Der Unterschied zwischen denen und uns ist, dass sie Angst vor einem Krieg und nicht den Willen dazu haben", sagte General Hossein Salami der Nachrichtenagentur Fars.

Irans Einfluss im arabischen Raum
18.05.2019, Arndt Brorsen, ARD-aktuell

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Die Lage in der Golfregion ist auch wegen des Streits zwischen den USA und dem Iran derzeit sehr angespannt. Das US-Verteidigungsministerium entsandte unter anderem einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten mit der Begründung, es gebe Hinweise auf mögliche iranische Angriffe gegen US-Truppen. Die USA und ihr enger Verbündeter Saudi-Arabien werfen dem Iran vor, Unruhe zu stiften und Terrorismus zu unterstützen.

Die USA waren vor einem Jahr einseitig aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen. Seitdem setzt die Trump-Regierung die Islamische Republik massiv unter wirtschaftlichen Druck, inzwischen wird offen die Gefahr eines Krieges diskutiert. Präsident Donald Trump hatte zuletzt aber mehrfach betont, dass er mit dem Iran verhandeln wolle. Medienberichten zufolge soll er bei einer Sitzung im Weißen Haus klargemacht haben, dass er kein Interesse an einem Krieg habe. Dennoch besteht die Befürchtung, "aus Versehen" in einen Krieg hineinzuschlittern.

Bundesaußenminister Heiko Maas sagte im Bericht aus Berlin, es sei wichtig, dafür zu sorgen, dass das Atomabkommen mit dem Iran erhalten bleibe. Es gehe auch um die Sicherheit in Europa. Deshalb stünde auch Deutschland zu dem Abkommen.

Heiko Maas im Gespräch mit Oliver Köhr zum Iran-Abkommen
Bericht aus Berlin, 19.05.2019

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 19. Mai 2019 um 08:00 Uhr.

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