Indische Rakete startet mit 20 Satelliten an Bord

20 Satelliten ins All befördert Indien feiert seinen Satellitenrekord

Stand: 22.06.2016 13:58 Uhr

Eine indische Rakete hat 20 Satelliten in die Erdumlaufbahn geschossen - so viele wie noch nie in der Raumfahrgeschichte des Landes. Die meisten stammen aus dem Ausland, einer aus Deutschland. Er soll Waldbrände aufspüren helfen.

Von Bettina Weiz, ARD-Studio Neu-Delhi

Eine große Lagune trennt die Insel mit der Raketenabschussbasis in Südindien vom Festland. Am Ufer haben heute zahlreiche Schaulustige mit Ferngläsern zugesehen, wie die schlanke, weiße Rakete mit einem gewaltigen Feuerstrahl in den Tropenhimmel schoss.

Es ist der indische Rekord: Bisher hatte eine Rakete des Landes maximal zehn Satelliten ins All geschossen, nun waren es 20.

Die indischen Raketenhersteller möchten zeigen, dass sie auf dem Markt der Lastentransporte in den Orbit mithalten können. Der Wettbewerb verschärfte sich deutlich, seit auch die private US-amerikanische Firma Space X solche Dienste anbietet. Den Weltrekord auf dem Gebiet hält Russland mit 37 Satelliten pro Rakete.

Zwei der indischen Satelliten haben Studenten mit ihren Lehrern gebaut - eine davon, um Daten über Kohlendioxid und andere klimaschädliche Gase zu sammeln. "Unser Weltraumprogramm hat wieder das transformative Potential von Wissenschaft und Technologie im Leben der Menschen gezeigt“, schrieb der indische Regierungschef Narendra Modi stolz, der sofort per Twitter gratulierte.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 22. Juni 2016 um 16:35 Uhr.

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