In der Stadt Bitti auf der Insel Sardinien haben Schlammmassen Autos unter sich begraben. | via REUTERS

Heftige Regenfälle Tote bei Unwetter auf Sardinien

Stand: 29.11.2020 02:16 Uhr

Auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien hat ein Unwetter schwere Schäden verursacht. Die Wassermassen überfluteten Ortschaften und brachten eine Brücke zum Einsturz. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben.

Wassermassen in den Straßen, mindestens zwei Tote und ein Brückeneinsturz: Auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien hat ein Unwetter schwere Schäden angerichtet. Nach Angaben der Feuerwehr starben zwei Menschen, einer davon im Alter von 90 Jahren in einem schlammbedeckten Haus. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete sogar von drei Toten.

Laut Feuerwehr stürzte eine Brücke bei der Ortschaft Bitti ein. Die Rettungskräfte zählten insgesamt mehr als 150 Einsätze. Die Suche nach Vermissten gehe weiter. Die Behörde für Zivilschutz warnte die Bewohner davor, ihre Häuser zu verlassen, weil sich der Wasserstand sehr schnell ändern könne.

Eine Straße auf Sardinien ist von Wassermassen unterspült worden. | via REUTERS

In der Ortschaft Bitti wurde eine Straße von den Wassermassen unterspült. Bild: via REUTERS

Weitere starke Regenfälle möglich

Auch die Insel Sizilien und die Regionen Kalabrien an der italienischen Stiefelspitze sowie die Basilikata sind nach Behördenangaben von dem Unwetter betroffen, allerdings weniger stark. Die Wetterfront war aus dem Süden von Marokko und der Iberischen Halbinsel herangezogen. Auch im weiteren Verlauf des Wochenendes müssen die Menschen mit heftigen Unwettern rechnen.

Bereits am vergangenen Wochenende hatten schwere Regenfälle in derselben Region Orte unter Wasser gesetzt und Landstraßen überschwemmt. Besonders dramatisch war die Hochwasserlage im Gebiet um die Stadt Crotone in Kalabrien. Dort waren Helfer mit Schlauchbooten und Amphibienfahrzeugen im Einsatz, um vom Wasser in Autos und Häusern eingeschlossene Menschen zu befreien. Die Feuerwehr sprach von 200 Rettungsaktionen. Verletzte hatte es demnach nicht gegeben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. November 2020 um 04:55 Uhr.