Der französische Präsident Macron (3. v.r.) beim Sahel-Gipfel. | Bildquelle: AP

Sahelgipfel Macron hofft auf Signal im Anti-Terrorkampf

Stand: 14.01.2020 02:12 Uhr

In den letzten Monaten hat sich die Sicherheitslage in der Sahelzone dramatisch verschlechtert. Unter französischer Führung soll der Kampf gegen den Terrorismus in der Region international ausgeweitet werden.

Von Martin Bohne, ARD-Studio Paris

Frankreich und die Sahel-Staaten wollen den Kampf gegen den islamistischen Terrorismus entscheidend verstärken und eine politische und militärische Koalition für das Sahelgebiet bilden. Die militärischen Anstrengungen sollen dabei auf die Bekämpfung der derzeit gefährlichsten Terrorgruppe, des Islamischen Staates der Großen Sahara konzentriert werden. Und zwar vor allem in der besonders betroffenen Grenzregion zwischen Mali, Niger und Burkina Faso, so Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron:

"Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir unser Vorgehensweise ändern und eine militärische Koalition bilden mit einem gemeinsamen Kommando der Mission Barkhane und den Streitkräften der G5-Sahel-Staaten."

Islamistischer Terror in der Sahelzone fordert viele Todesopfer
tagesthemen 22:15 Uhr, 13.01.2020, Norbert Hahn, ARD Nairobi

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Frankreich werde dafür sein Engagement verstärken:

"Ich habe entschieden, zusätzliche Kampfeinheiten zu entsenden. 220 Soldaten werden die schon im Rahmen der Operation Barkhane kämpfenden Soldaten verstärken."

Bislang hat Frankreich 4500 Mann im Einsatz. 41 Soldaten sind seit 2013 bei den Kämpfen bereits ums Leben gekommen.

Zunehmend antifranzösische Proteste in der Region

Die Gipfelteilnehmer bekräftigten in der Abschlusserklärung ausdrücklich den Wunsch nach einer Fortsetzung des französischen Engagements. Das war von Macron nach der Zunahme antifranzösischer Proteste in der Region ausdrücklich eingefordert worden.

Die sechs Staatschefs appellierten an die internationale Gemeinschaft, sich militärisch stärker in der Sahel-Region zu engagieren.

"Was wir heute Abend anstoßen wollen, ist eine große internationale Koalition für das Sahelgebiet, die die verschiedenen Elemente im Kampf gegen den Terrorismus zusammenführt."

Auch die UNO hat eine Mission von über 10.000 Mann vor Ort, die aber bisher weitgehend wirkungslos geblieben ist. Die EU stellt - mit Beteiligung der Bundeswehr - eine Ausbildungsmission und demnächst soll auch ein europäisches Kommando von Spezialkräften zur Hilfe kommen. Deutschland steht dafür bislang nicht zur Verfügung.

Sorge um möglichen amerikanischen Rückzug

In diesem Zusammenhang bat der französische Staatschef, unterstützt von seinen Sahel-Amtskollegen, die Vereinigten Staaten eindringlich, sich nicht militärisch aus der Region zurückzuziehen. Er hoffe Präsident Trump zu überzeugen, dass der Kampf gegen Terrorismus auch in der Sahel-Zone entschieden werde. Die USA erwägen derzeit, ihre Kräfte von Afrika in den Pazifischen Raum zu verlagern. Die amerikanischen Fähigkeiten, insbesondere bei der Aufklärung, könnten von den Europäern nicht annähernd ersetzt werden.

Professor Basedau, Direktor GIGA Institut für Afrikastudien, über die Ausbreitung islamistischen Terrors
tagesthemen 22:15 Uhr, 13.01.2020

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Bei diesem Gipfel sei ein Kurswechsel gelungen, fasste Emmanuel Macron zusammen.

"Jetzt muss es schnelle Erfolge geben. Dazu gibt es keine Alternative."

In den letzten Monaten hat sich die Sicherheitslage in der Region dramatisch verschlechtert. Es kommt zu zahlreichen Angriffen der Djihadisten, bei der Regierungstruppen empfindliche Verluste einstecken müssen. Erst in der vergangenen Woche wurden bei einem Angriff im Niger 89 Soldaten getötet.

Anti-Terror-Gipfel Frankreichs mit den Sahel-Staaten
Martin Bohne, ARD Paris
14.01.2020 06:39 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 13. Januar 2020 um 22:16 Uhr sowie MDR Aktuell am 14. Januar 2020 um 02:39 Uhr.

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