Ein russischer Minenräumer in der Straße von Kertsch | Bildquelle: REUTERS

Asowsches Meer Russland lässt wieder Schiffe durch

Stand: 04.12.2018 11:18 Uhr

Ist es ein erstes Zeichen der Entspannung im Konflikt um den Zugang zum Asowschen Meer? Russland lässt wieder Schiffe die Straße von Kertsch passieren. Allerdings müssen sie sich erst kontrollieren lassen.

Russland hat der ukrainischen Regierung zufolge den Zugang zu Häfen der Ukraine am Asowschen Meer teilweise wieder freigegeben. Es könnten wieder Schiffe die Meerenge von Kertsch passieren, sagte der ukrainische Infrastrukturminister Wolodimir Omeljan. Die Häfen Berdjansk und Mariupol könnten wieder angelaufen werden.

Die Schiffe müssten an der russischen Seite stoppen und würden dort kontrolliert, erklärte Omeljan. Ihm zufolge warten vor der Meerenge 17 Schiffe auf die Einfahrt ins Asowsche Meer. Neun weitere lägen noch in den Häfen.

Die Ukraine hatte Russland vorgeworfen, die Straße von Kertsch an der Halbinsel für Schiffe zu sperren und damit den Zugang zu den beiden wichtigen Häfen abzuschneiden. Der Kreml hatte dies am Montag noch dementiert und den Rückstau mit dem schlechten Wetter begründet.

Ukrainische Häfen stehen fast still
Mittagsmagazin, 04.12.2018, Birgit Virnich / Demian von Osten, WDR

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Konfrontation auf See

Russland hatte am 25. November in der Straße von Kertsch drei ukrainische Marineboote gewaltsam an der Fahrt durch die Meerenge von Kertsch ins Asowsche Meer gehindert, sie beschlagnahmt und die Besatzungen festgesetzt. In Teilen der Ukraine wurde daraufhin für 30 Tage das Kriegsrecht ausgerufen.

Die Meerenge liegt zwischen der von Russland 2014 annektierten ukrainischen Halbinsel Krim und dem russischen Festland und wird von der russischen Marine kontrolliert. Sie ist die einzige Durchfahrt zum Asowschen Meer, in dem wichtige ukrainische Häfen liegen. Über sie laufen bislang die Exporte von Stahl und Getreide. Eine Blockade der Häfen würde die Wirtschaft im Südosten der Ukraine weiter schwächen.

Merkel drängt auf freie Fahrt

Zur Lösung des Konflikts hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires Diplomaten-Gespräche vereinbart, an denen neben Russland und der Ukraine auch Frankreich und Deutschland beteiligt sind. Merkel hatte angemahnt, dass Russland den freien Schiffsverkehr in das Asowsche Meer gewährleisten müsse.

Gestern hatte die russische Regierung aber mitgeteilt, das sogenannte Normandie-Format eigne sich nicht dafür, da dort über die Umsetzung der Minsker-Vereinbarungen für die Ost-Ukraine gesprochen werde. Hier handele es sich um einen bilateralen Streit zwischen Kiew und Moskau.

Die 24 Besatzungsmitglieder der ukrainischen Schiffe wurden inzwischen in Moskau des illegalen Grenzübertritts angeklagt. Die ukrainische Regierung rief gestern ihre Reservisten ein.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 04. Dezember 2018 um 09:45 Uhr.

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