Russische Industrieanlage (Archivbild: 15.12.2016) | picture alliance/dpa

Bis 2060 Russland strebt CO2-Neutralität an

Stand: 13.10.2021 15:22 Uhr

Auch Russland legt als Ziel in der Klimapolitik die CO2-Neutralität fest - nach China, der EU und Deutschland. Knapp 40 Jahre soll es dauern, bis das klimaschädliche Gas so weit reduziert ist. Eine Kehrtwende mit Ansage.

Russland strebt in den kommenden 40 Jahren die sogenannte Kohlendioxid-Neutralität an. Seine Regierung habe als "konkretes Ziel" festgelegt, die Neutralität bis "spätestens" 2060 zu erreichen, sagte Präsident Wladimir Putin zur Eröffnung eines Energieforums in Moskau. Die Bedeutung von Öl und Gas werde künftig abnehmen. 

Kohlendioxid-Neutralität bedeutet, dass ein Land nicht mehr Mengen dieses klimaschädlichen Gases ausstößt, als durch Wälder und andere natürliche Speicher ausgeglichen werden kann.

Russland folgt mit seiner Ankündigung dem Beispiel Chinas. Die Volksrepublik will nach Angaben der Regierung in Peking ebenfalls bis 2060 CO2-neutral sein. Die EU will dieses Ziel bis zum Jahr 2050 erreichen, während das deutsche Klimaschutzgesetz eine Treibhausgasneutralität bis spätestens 2045 vorsieht. 

Kehrtwende Putins

Russland ist der weltweit viertgrößte Emittent von Treibhausgasen. Putin, der den vom Menschen verursachten Klimawandel lange angezweifelt hatte, vollzog in den vergangenen Monaten einen Kurswechsel. Er äußerte sich besorgt über Naturkatastrophen wie die Großbrände in diesem Sommer in Russland. Im April sagte er:

Wir müssen die Herausforderungen des Klimawandels annehmen.

Bei einem von den USA organisierten Klimagipfel sprach er sich für eine "internationale Zusammenarbeit" im Kampf gegen die Erderwärmung aus. 

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. Oktober 2021 um 16:00 Uhr.