Panzer beim Manöver "Wostok" der russischen Armee in Sibirien | Bildquelle: dpa

Russische Militärübung Das Mega-Manöver hat begonnen

Stand: 11.09.2018 14:50 Uhr

Russland hat im Osten des Landes sein größtes Militärmanöver seit dem Ende des Kalten Krieges gestartet. Auch China beteiligt sich - parallel trafen sich die Staatschefs Putin und Xi.

Mit dem größten Manöver seiner Geschichte demonstriert Russland seine militärische Stärke. An der einwöchigen Übung "Wostok-2018" (Osten-2018) unter der Beteiligung Chinas und der Mongolei nehmen nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums rund 300.000 Soldaten teil. 36.000 Militärfahrzeuge und Panzer, 1000 Flugzeuge und 80 Kriegsschiffe seien bis zum Montag im Osten des Landes im Einsatz.

Das Großmanöver in Sibirien richte sich gegen kein anderes Land, betonte Generalstabschef Waleri Gerassimow in Moskau. Das wichtigste Ziel sei es, mit der Armee die Überwindung großer Entfernungen zu üben sowie die Zusammenarbeit zwischen Marine und Infanterie zu verbessern.

Militärmanöver "Wostok" beginnt
tagesschau 17:00 Uhr, 11.09.2018, Ina Ruck, ARD Moskau

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Putin trifft Xi

Präsident Wladimir Putin, der derzeit Gastgeber eines Wirtschaftsgipfels in Wladiwostok ist, wird auch zu dem Manöver erwartet. Am Mittag empfing Putin in Wladiwostok den chinesischen Präsidenten Xi Jinping und rühmte die Beziehungen zu Peking: "Wir haben vertrauensvolle Beziehungen in den Bereichen Politik, Sicherheit und Militär." Xi erwiderte, die "Freundschaft" beider Länder werde "ständig stärker".

Xi Jinping und Vladimir Putin | Bildquelle: AP
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Xi und Putin demonstrierten Einigkeit.

China hat rund 3500 Soldaten und 30 Flugzeuge oder Hubschrauber zu dem Manöver entsendet. Auch wenn die Beteiligung angesichts der Größe der chinesischen Volksarmee bescheiden ist, ist sie für Putin von großer symbolischer Bedeutung. Das wegen des Ukraine-Konflikts mit westlichen Sanktionen belegte Land möchte zeigen, dass es international nicht isoliert ist.

Weststreitkräfte vs. Oststreitkräfte

Anders als 2017 bemüht sich die russische Militärführung diesmal, Befürchtungen in anderen Ländern zu entkräften. Damals hatte Russland an seiner Westgrenze geübt, was die Nachbarstaaten im Baltikum sowie Polen und die Ukraine als Bedrohung empfanden. Die NATO warf Moskau vor, mehr Soldaten einzusetzen als angekündigt. Geübt wird auch nicht der Kampf gegen eine fiktive ausländische Macht. Im Manöver kämpfen der Zentrale Wehrbezirk Russlands und die Nordflotte gegen den Fernöstlichen Wehrbezirk und die Pazifikflotte.

Schiffe der russischen Nordflotte und der Pazifikflotte werden im Nordpazifik und im Ochotskischen Meer zwischen Russland und Japan üben. Die Inselgruppe der Kurilen sei aber ausgenommen, sagte Gerassimow. Japan hätte die Inseln vor seiner Nordküste gern zurück, die am Ende des Zweiten Weltkriegs von der Sowjetunion besetzt worden waren.

Die NATO hält in diesem Herbst ebenfalls ihr wahrscheinlich größtes Manöver seit dem Kalten Krieg ab. Vom 25. Oktober bis 7. November sollen in Norwegen mehr als 40.000 Soldaten aus etwa 30 NATO- und Partnerstaaten gemeinsam trainieren.

Hubschrauber beim Manöver "Wostok" der russischen Armee in Sibirien | Bildquelle: dpa
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Auch Dutzende Helikopter nehmen an der Übung teil.

Wostok - Das größte Manöver in der Geschichte Russlands
Herrmann Krause, ARD Moskau
11.09.2018 09:09 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 11. September 2018 NDR Info um 07:50 Uhr, tagesschau24 um 10:00 Uhr und die tagesschau um 12:00 Uhr.

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