Stadtansicht von Moskau | Bildquelle: picture-alliance/ ZB

Bombendrohungen 100 Gebäude in Russland evakuiert

Stand: 05.02.2019 15:43 Uhr

Schon wieder haben Unbekannte mit Explosionen in Moskau und St. Petersburg gedroht. Sicherheitskräfte brachten Zehntausende Menschen in Sicherheit. Behörden vermuten, dass die Drohungen aus dem Ausland stammen.

Nach zahlreichen Bombendrohungen sind in Moskau und St. Petersburg mehr als 30.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Das berichtet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Behörden. Viele der Drohungen seien per E-Mail eingegangen und hätten einen ähnlichen Wortlaut.

Keine Sprengsätze gefunden

In Moskau gingen demnach rund 90 Drohungen ein, im Umland der Hauptstadt weitere 40. Betroffen waren unter anderem Kindergärten, Schulen, Universitäten und Einkaufszentren. Tausende Schulkinder, Büroangestellte und Passanten seien in Sicherheit gebracht worden. Bomben seien in den Gebäuden bisher nicht gefunden worden.

Auch in St. Petersburg, Russlands zweitgrößter Stadt, mussten Berichten zufolge mehrere Gebäude evakuiert werden. Hier seien ebenfalls keine Sprengsätze gefunden worden. Bereits in der vergangenen Woche waren in St. Petersburg und in anderen Städten wie Wolgograd 55 Gebäude geräumt worden.

Serie von Drohungen hält an

Seit mehreren Monaten gehen in ganz Russland regelmäßig solche Warnungen ein. Immer sind öffentliche Einrichtungen betroffen. Wer hinter den Drohungen steckt, ist unklar. Auch die Motive sind nicht bekannt. Offizielle Stellen in Russland erklärten, die Drohungen stammten aus dem Ausland - vor allem aus der Ukraine.

Ende 2017 hatte es ebenfalls eine Welle von anonymen Bombendrohungen in Russland gegeben, ohne dass Sprengsätze entdeckt wurden. Der Geheimdienst FSB teilte später mit, hinter den Anrufen hätten im Ausland lebende Russen gesteckt, die über ein Netz an Komplizen in Russland verfügten.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell Radio am 05. Februar 2019 um 16:30 Uhr.

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