Ross Perot | Bildquelle: picture-alliance / dpa

Ex-Präsidentschaftskandidat US-Milliardär Ross Perot ist tot

Stand: 09.07.2019 19:01 Uhr

Der zweimalige US-Präsidentschaftskandidat und texanische Milliardär Ross Perot ist tot. Er wurde 89 Jahre alt. Bekanntheit erlangte Perot als Präsidentschaftskandidat.

Von Janina Lückoff, ARD-Studio Washington

Ross Perots Lebenslauf klingt wie ein wahr gewordener amerikanischer Traum. 1930 in Texas geboren, beginnt er seine berufliche Karriere als Verkäufer bei IBM. Er war so gut, dass er seine Jahresverkaufsquote einmal binnen zwei Wochen erreichte. Mit 32 gründete Perot seine eigene Firma, mit einem 1000 Dollar-Kredit seiner Frau. Electronic Data Systems war laut Firmenangaben das erste IT-Dienstleistungsunternehmen der Welt, machte einen Riesengewinn an der Börse. Als Perot das Unternehmen 1984 an General Motors verkaufte, brachte es ihm rund zweieinhalb Milliarden US-Dollar ein. Mit dem Verkauf seiner zweiten Firma, Perot Systems, verdiente er vier Milliarden Dollar.

Bestes Ergebnis eines Drittkandidaten

Obwohl Perot einer der erfolgreichsten Unternehmer der USA war, wollte er auch als erfolgreicher Politiker gelten. Zwei Mal trat er als Präsidentschaftskandidat an: 1992 forderte er als unabhängiger Kandidat George Bush senior und Bill Clinton heraus - und landete mit knapp 19 Prozent auf Platz drei.

Es war das beste Ergebnis für einen Drittkandidaten seit 80 Jahren und viele sagten, das habe Georg Bush die Wiederwahl gekostet. Im Wahlkampf kämpfte er gegen das amerikanische Freihandelsabkommen NAFTA, weil es seiner Ansicht nach amerikanische Arbeitsplätze nach Mexiko verlagern würde.

Bei seinem zweiten Anlauf 1996, als Kandidat seiner selbstgegründeten Reformpartei, erreichte Perot nur noch acht Prozent der Stimmen.

Nun starb Ross Perot im Alter von 89 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Er hinterlässt seine Frau, fünf Kinder und sechzehn Enkel.

Ross Perot mit 89 gestorben
Janina Lückoff, ARD Berlin zzt. Washington
09.07.2019 18:41 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 09. Juli 2019 um 19:00 Uhr.

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