Polizisten bei Protesten in Rochester  | Bildquelle: REUTERS

US-Proteste gegen Rassismus Ausschreitungen in Rochester

Stand: 06.09.2020 01:34 Uhr

Der Fall des Schwarzen Daniel Prude, der im März nach seiner Festnahme durch Polizisten gestorben war, hat in Rochester im US-Bundesstaat New York die dritte Nacht in Folge für Proteste gesorgt. Dieses Mal kam es zu Ausschreitungen.

Bei Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt im US-Bundesstaat New York ist es am frühen Samstagmorgen zu Ausschreitungen gekommen. Drei Polizisten wurden verletzt, als Demonstranten im Zentrum der Stadt Rochester Steine warfen und Feuerwerkskörper zündeten, wie der TV-Sender ABC unter Berufung auf die Einsatzkräfte berichtete. Die Polizei setzte demnach Pfefferspray und Tränengas ein und nahm elf Personen fest.

Insgesamt hätten mehr als 2000 Menschen an den Protesten teilgenommen. ABC zufolge gab es auch Gegendemonstrationen. Dabei seien mindestens zwei Autos in eine Menschengruppe gefahren. In den sozialen Medien kursierten Videos, die zeigten, wie der Fahrer eines Wagens eine Substanz versprühte und einen Mann anfuhr.

Sieben Beamte suspendiert

Auslöser der mittlerweile dreitägigen Proteste in Rochester war ein Polizeieinsatz, bei dem ein Schwarzer starb. Am Donnerstag waren sieben Beamte vom Dienst suspendiert worden. Der Zwischenfall selbst ereignete sich bereits im März.

Ein am Mittwoch veröffentlichtes Video zeigt, wie mehrere Polizisten einen 41-jährigen Mann, der nackt und dem Anschein nach unter Drogeneinfluss durch die Straßen rennt, festnehmen. Sie ziehen ihm eine Art Kapuze über, die sie davor schützen soll, angespuckt zu werden, und drücken seinen Kopf auf den Asphalt. Eine Woche später starb der Mann im Krankenhaus.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 06. September 2020 um 11:00 Uhr.

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