Rinderwahnsinn nahezu ausgerottet EU will Verbot der Tiermehl-Verfütterung lockern

Stand: 16.07.2010 21:24 Uhr

Kühe
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Keine BSE-Gefahr mehr? Die Seuche gilt in Europa als nahezu ausgerottet.

Vor rund einem Vierteljahrhundert sorgte eine Tierseuche für Schlagzeilen: Rinderwahnsinn. Inzwischen gilt die auch für Menschen gefährliche Seuche BSE in Europa als nahezu ausgerottet - auch dank strenger Hygiene-Vorschriften, wie der für Gesundheit und Verbraucher zuständige EU-Kommissar John Dalli erklärte. Weil die Zahl der positiv auf BSE getesteten Tiere im vergangenen Jahr auf Null sank, will die EU-Kommission nun Regeln wie das Verbot der Verfütterung von Tiermehl wieder lockern.

Der Vorschlag der Kommission an die EU-Staaten und das Europaparlament sieht vor, das Bauern künftig Rindermehl wieder an Schweine, Geflügel oder Fische verfüttern dürfen, aber nicht an andere Rinder. Die Kommission will auch die Notschlachtung und das
Massenkeulen von Rindern beenden.

Untersuchung eines Rinderhirns (Archivbild)
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Untersuchung eines Rinderhirns (Archivbild)

Die Rinderseuche BSE war Mitte der 80er Jahre erstmals bei Kühen in Großbritannien aufgetaucht und breitete sich dann in ganz Europa aus. Auf dem Höhepunkt der BSE-Krise verhängte die EU 1996 ein Exportverbot über britisches Rindfleisch. Forscher hatten zuvor nachgewiesen, dass der Verzehr von BSE-belastetem Fleisch zur neuen Variante der tödlich verlaufenden Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen führen kann.

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