Reisende warten auf ihre Flüge am Flughafen Istanbul.

Krise in der Türkei 10.000 Pässe für ungültig erklärt

Stand: 22.07.2016 19:38 Uhr

Die türkische Regierung hat 10.000 Reisepässe kassiert, um Unterstützer des Putsches an der Flucht ins Ausland zu hindern. Aus demselben Grund wurden auch die Ausreisebedingungen verschärft.

Die türkischen Behörden haben die Reisepässe von mehr als 10.000 Staatsbürgern für ungültig erklärt. Es gehe unter anderem um Menschen mit Verbindungen zum Putschversuch vom vergangenen Freitag, bei denen Fluchtgefahr bestehe, teilte der türkische Innenminister Efkan Ala im Fernsehsender CNN-Türk mit.

Die Regierung hat außerdem die Ausreisekontrollen verschärft. Bei der Passkontrolle an den Flughäfen müssten türkische Staatsbürger einen Nachweis ihrer Tätigkeit erbringen, hieß es aus Regierungskreisen.

Laut Regierung wurden zudem Haftbefehle gegen 300 Mitglieder der Präsidentengarde erlassen. Laut CNN-Türk wurden aufgrund der erlassenen Haftbefehle bereits 283 Mitglieder der Präsidentengarde festgenommen.

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