Tomio Okamura, Marine Le Pen und Geert Wilders | Bildquelle: dpa

Treffen in Prag Rechtspopulisten fordern Ende der EU

Stand: 16.12.2017 17:31 Uhr

Bei einem Treffen in Prag haben Rechtspopulisten aus ganz Europa das Ende der EU gefordert. Brüssel sei eine existenzielle Gefahr für die Nationalstaaten, warnte Geert Wilders, der neben Marine Le Pen unter den Gästen ist.

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen sind Rechtspopulisten aus ganz Europa in Prag zusammengekommen. Ihre zentrale Forderung: ein Ende der Europäischen Union in der jetzigen Form. An dem Kongress der EU-Parlamentsfraktion "Europa der Nationen und der Freiheit" (ENF) nahmen unter anderem der Niederländer Geert Wilders und die Französin Marine Le Pen teil.

"Brüssel ist eine existenzielle Gefahr für unsere Nationalstaaten", kritisierte Wilders. Er sprach sich zudem gegen Zuwanderung aus. "Ich hoffe, dass die Tschechen ihre Türen vor der Massenzuwanderung fest geschlossen halten", sagte der 54-Jährige.

Demonstranten protestieren gegen eine Konferenz von Rechtspopulisten in Prag. | Bildquelle: dpa
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Vor dem Konferenzgebäude in Prag protestieren Menschen gegen das Treffen der Rechtspopulisten.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen

Die EU-Kommission klagt derzeit gegen Tschechien wegen Nichteinhaltung der Umverteilungsquoten für Flüchtlinge. Le Pen begrüßte die Regierungsbeteiligung der FPÖ in Österreich als eine "sehr gute Nachricht für Europa". Wilders hob hervor, dass das Mitglied der ENF-Fraktion ernstgenommen werde.

Die Polizei ergriff vor dem Treffen hohe Sicherheitsmaßnahmen. Linke Gruppen hatten zu Gegendemonstrationen und einer Blockade des Tagungsorts in einem Prager Außenbezirk aufgerufen. Aus Deutschland gehört der EU-Abgeordnete Marcus Pretzell von der Blauen Partei, einem AfD-Ableger, der ENF-Fraktion an.

Treffen europäischer Rechtspopulisten in Prag
16.12.2017, Jürgen Osterhage, ARD Prag

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 16. Dezember 2017 um 20:00 Uhr.

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