Rettungsteam in der Raganello-Schlucht in Kalabrien | Bildquelle: ANTONIO IANNICELLI/EPA-EFE/REX/S

Schlucht in Kalabrien Wanderer sterben bei Sturzflut

Stand: 21.08.2018 01:33 Uhr

In Süditalien sind Wanderer von einer Sturzflut überrascht und mitgerissen worden. Mindestens zehn Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Die Suche nach Vermissten dauert noch an.

Bei einer durch heftigen Regen ausgelösten Sturzflut in einer Schlucht in Süditalien sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien vier Frauen und vier Männer, sagte eine Sprecherin des Zivilschutzes der Deutschen Presse-Agentur. Über zwei weitere Tote, die am späten Montagabend entdeckt wurden, lagen zunächst keine genaueren Angaben vor.

Sechs Menschen seien verletzt, ein Kind sei wegen Unterkühlung ins Krankenhaus geflogen worden. Insgesamt wurden 23 Menschen gerettet, wie die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Präfektur berichtete. Mindestens drei Menschen galten noch als vermisst, die Suche dauerte in der Nacht an.

Mindestens zehn Wanderer durch Sturzflut in Süditalien ums Leben gekommen
tagesschau 06:00 Uhr, 21.08.2018

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Regen ließ Fluss anschwellen

Das Unglück ereignete sich in der Raganello-Schlucht nahe der Berggemeinde Civita in der Region Kalabrien. Starker Regen hatte den Fluss in der Schlucht anschwellen lassen, berichteten italienische Medien. Die Ausflügler seien von dem Hochwasser überrascht und teilweise mitgerissen worden.

Unter den Vermissten könnten auch Kinder sein, berichtete Ansa unter Berufung auf die Rettungskräfte. Wie viele Menschen sich genau in der Schlucht befanden, war unklar. Zwar werden dort geführte Touren angeboten. Der Canyon im Nationalpark Pollino ist aber frei zugänglich. Einige der Geretteten und der Toten waren nach früheren Angaben von Ansa in einer Gruppe unterwegs gewesen. Die Tageszeitung "La Repubblica" berichtete online, dass es einigen gelungen sei, sich an den Klippen in Sicherheit zu bringen.

Beliebtes Ausflugsziel

Der Canyon ist der Gemeinde Civita zufolge 13 Kilometer lang und mit glasklarem Wasser und spektakulären Felsformationen ein beliebter Ausflugsort für Touristen. Die Schlucht ist einem privaten Touren-Anbieter zufolge bis zu 400 Meter tief. Derartige Überflutungen gibt es in der Region sonst nur im Winter.

Nach dem Unglück in der Raganello-Schlucht
Jan-Christoph Kitzler, ARD Rom
21.08.2018 12:51 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. August 2018 um 02:28 Uhr.

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