Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong und und Russlands Präsident Wladimir Putin | Bildquelle: SERGEI ILNITSKY/EPA-EFE/REX

Gipfeltreffen in Wladiwostok Putin fordert Garantien für Nordkorea

Stand: 25.04.2019 13:49 Uhr

Nordkorea braucht dem russischen Präsidenten Putin zufolge vor einer Aufgabe seines Atomprogramms Sicherheitsgarantien. Das sagte er zum Abschluss des Treffens mit Machthaber Kim in Wladiwostok.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach seinem ersten Gipfel mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un internationale Garantien für dessen Land und eine Neuauflage der Sechs-Parteien-Gespräche vorgeschlagen. Russland befürworte ebenso wie die USA eine vollständige Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel.

Auch Kim sei dafür, doch er brauche für einen Verzicht auf sein Atomwaffenprogramm Sicherheitsgarantien, sagte Putin in Wladiwostok, wo er kurz zuvor Kim nach rund vierstündigen Gesprächen verabschiedet hatte. Zunächst hatten die beiden Staatschefs unter vier Augen gesprochen, dann zusammen mit den Delegationen der beiden Länder. Eine gemeinsame öffentliche Abschlusserklärung gab es nicht. Dafür aber beim anschließenden Empfang einen Toast Putins auf ein in seinen Augen gelungenes Treffen.

"Wir gehen davon aus, dass es keine Alternative zu einer friedliche Lösung gibt - für den Atomkonflikt, wie auch für alle anderen Probleme der Region" sagte Putin. Die Garantien für Nordkorea müssten international gegeben werden, wenn sie funktionieren sollten. "Wir können über internationale Garantien nachdenken." Es sei aber zu früh zu sagen, wie diese aussehen sollten. "Wir müssen erste Schritte unternehmen, um Vertrauen aufzubauen", so Putin.

Kim und Putin treffen sich erstmals zu gemeinsamen Gipfel
tagesschau 20:00 Uhr, 25.04.2019, Ina Ruck, ARD Moskau

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"Sechs-Parteien-Gespräche würden helfen"

"Wir begrüßen die Bemühungen Nordkoreas im Bereich des koreanischen Dialogs und bei der Normalisierung der Beziehungen zu den USA", fuhr Putin fort. Nur die Einhaltung internationalen Rechts und nicht "das Recht des Stärkeren" könne den Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm lösen. Auch bilaterale Vereinbarungen über Sicherheitsgarantien für Nordkorea genügten nicht, so Russlands Präsident. Sechs-Parteien-Gespräche dagegen würden helfen, zu internationalen Garantien zu gelangen. Er könne aber nicht sagen, ob für solche Beratungen die Zeit reif sei.

In den früheren Sechs-Parteien-Gesprächen wurde über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm verhandelt. Daran nahmen Nord- und Südkorea, China, Russland, Japan und die USA teil. Die letzten Gespräche fanden 2009 statt. Kim habe die russische Führung gebeten, die USA über das Gespräch und seine Haltung zu informieren, sagte Putin weiter. Er werde das auch tun.

Verweis auf traditionsreiche Partnerschaft

Russische Experten meinen, dass der persönliche Kontakt zwischen beiden Staatschefs dazu beitragen kann, die Wogen im Atomkonflikt nachhaltig zu glätten. Sie verweisen auf die traditionsreiche Partnerschaft zwischen Russland und Nordkorea. "Mit Kims Vater Kim Jong Il gab es direkte und gut funktionierende Informationskanäle", sagte Wassili Kaschin von der Moskauer Higher School of Economics. "Nun müssen wir diese auch mit der heutigen nordkoreanischen Führung aufbauen."

Es war das erste Gipfeltreffen Putins und Kims. Im vergangenen Jahr war Kim erstmals zu einem Gipfel mit US-Präsident Donald Trump zusammengekommen. Dabei verständigten sie sich grundsätzlich auf eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel, konkrete Schritte wurden allerdings nicht vereinbart.

Mit Informationen von Martha Wilczynski, ARD-Studio Moskau

Putin feiert Treffen mit Kim als Erfolg
Martha Wilczynski, ARD Moskau
25.04.2019 18:20 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 25. April 2019 um 07:01 Uhr.

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