Demonstranten tragen in Rom eine Salvini-Karikatur  | Bildquelle: AFP

Kritik an Regierung Hunderttausende protestieren in Rom

Stand: 09.02.2019 20:39 Uhr

Hunderttausende Menschen haben in Rom gegen den Kurs der populistischen Regierung demonstriert. Unter dem Motto "Eine Zukunft für die Arbeit" forderten sie mehr öffentliche und private Investitionen sowie Reformen.

In Rom sind Hunderttausende Menschen dem Aufruf der italienischen Gewerkschaften gefolgt und haben für eine bessere Wirtschaftspolitik der Regierung demonstriert. Unter dem Motto "Eine Zukunft für die Arbeit" forderten die Demonstranten massive öffentliche und private Investitionen und ambitionierte Reformen. Es war die größte derartige Kundgebung in Italien seit vier Jahren.

"Das Land muss vereint, nicht gespalten werden", sagte der Generalsekretär des Gewerkschaftsbundes Cgil, Maurizio Landini.  Verschiedene Gewerkschaften hatten zu dem Protest auf der zentralen Piazza San Giovann aufgerufen, bei dem sie für mehr Gleichheit und ein Recht auf Arbeit plädierten und Rassismus verurteilten. "Die Regierung muss aus der virtuellen Realität heraus und sich in die reale Welt begeben", sagte die Generalsekretärin des Gewerkschaftsbundes Cisl, Annamaria Furlan.

Hunderttausende protestieren in Rom
tagesschau 20:00 Uhr, 09.02.2019

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Breites Bündnis von Organisatoren

Für die Proteste hatten die Gewerkschaften zwölf Sonderzüge sowie 1300 Busse, Fähren und Billigflüge organisiert. Bei Sonnenschein und in entspannter Atmosphäre zogen die Demonstranten durch Italiens Hauptstadt. Auch Unternehmensvertreter sowie hochrangige Mitglieder der linksbürgerlichen Demokratische Partei (PD) und Delegationen weiterer linker Parteien nahmen an der Protestkundgebung teil.

Den Gewerkschaften sind die Investitionspläne der Regierung zu vorsichtig. Zudem geht ihnen die geplante Rentenreform nicht weit genug. Im monatlichen Grundeinkommen für die ärmsten Italiener sehen die Arbeitnehmervertreter eine Aushöhlung des Kampfes gegen Armut und Arbeitslosigkeit. 

Protestzug in Rom | Bildquelle: AFP
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Zu dem Protestzug hatten unter anderem mehrere Gewerkschaften aufgerufen.

Die Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega ist seit Juni vergangenen Jahres im Amt und polarisiert mit einer Anti-Migrations-Linie genauso wie ihrer Haushaltspolitik und der Ablehnung europäischer Institutionen. Italiens Wirtschaft schrumpfte im vierten Quartal 2018 aufgrund sinkender Exporte. Das vergrößert die ohnehin erheblichen Haushaltsprobleme der Regierung.

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Februar 2019 um 20:00 Uhr.

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