Demonstranten in Santiago schützen sich mit Platte gegen Wasserwerfer | Bildquelle: dpa

Proteste in Chile Mit Tränengas gegen Demonstranten

Stand: 29.11.2019 08:35 Uhr

Bei den seit Wochen andauernden Protesten gegen die Regierung in Chile hat es erneut Zusammenstöße gegeben. Die Polizei setzte Tränengasgranaten und Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein.

In Chile ist es bei Protesten gegen die Regierung erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer gegen die Menge ein.

Zusammenstöße bei Protesten in Chile
tagesschau 09:00 Uhr, 29.11.2019

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Kritik an brutalem Vorgehen der Polizei

Die Demonstranten beklagen Polizeigewalt bei den Protesten der vergangenen fünf Wochen: Tränengasgranaten und zunächst auch noch Schrotkugeln hätten die Demonstranten getroffen. Einige berichten davon, ihnen sei direkt ins Gesicht gezielt worden. Mehr als 230 Menschen seien dadurch erblindet.

Vor dem Präsidentenpalast trugen viele Menschen Gesichtsbandaggen - aus Protest und Solidarität mit den Opfern. Auch auf Schildern machten sie darauf aufmerksam. Inzwischen setzten die Sicherheitskräfte demnach keine Schrotkugeln mehr ein, wohl aber Tränengas.

Die chilenische Regierung hat aufgrund der heftigen Protestwelle eine Reihe von Maßnahmen angekündigt. Tausende Menschen fordern Sozialreformen, höhere Gehälter und ein besseres Schulsystem. Laut Menschenrechtlern sind dabei bereits 26 Menschen getötet und mehr als 2300 verletzt worden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. November 2019 um 08:00 Uhr.

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