Teilnehmer des "March for our lives" | Bildquelle: AP

Protest gegen US-Waffengesetze Tränen, Schweigen und eine Hoffnung

Stand: 25.03.2018 05:55 Uhr

Ob die Sängerin Miley Cyrus, die Schülerin Emma Gonzales oder die vielen angereisten Demonstranten: Sie alle einte in Washington die Hoffnung auf Veränderung.

Von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

"Warum sind Eure Waffen wichtiger als unsere Leben?", "Bewaffnet Lehrer mit Stiften, Papier und Büchern", "Wir sind die Veränderung". Das steht auf den Plakaten beim "March for our lives". Hunderttausende demonstrieren auf der Pennsylvania Avenue zwischen Kongress und Weißem Haus.

Teilnehmer des "March for our lives" | Bildquelle: AP
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Schweigen statt Reden. Die Parkland-Schülerin Emma Gonzales sorgte für einen emotionalen Moment.

Sängerin Miley Cyrus bei der Demonstration | Bildquelle: AP
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Neben der Sängerin Miley Cyrus traten auch andere Stars in Washington auf.

"Angst gehört nicht an unsere Schulen"

Sonia ist eine von ihnen. Ihre Botschaft: es reicht. Yvette ist aus New Jersey angereist, weil sie beeindruckt ist von den Schülern aus Parkland, die diesen Protest organisiert haben: "Es geht um Leben. Wir müssen diesen jungen Leuten eine Zukunft geben, nicht ihre Zukunft auslöschen."

Elissa aus Maryland will, dass sich Schüler und Studenten wie sie wieder sicher fühlen können: "Angst gehört nicht an unsere Schulen. Es gibt keinen Grund, dass das die Regel ist."

Massenprotest gegen Waffengesetze in den USA
tagesschau 13:15 Uhr, 25.03.2018, Jan Phillipp Burgard, ARD Washington

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Auch Gegendemonstranten sind dabei

Mittendrin stehen ein paar Gegendemonstranten. Sie halten die Forderungen der Schüler nach schärferen Waffengesetzen für völlig falsch: "Ich will sicherstellen, dass unsere Rechte nicht eingeschränkt werden wegen der Gefühle von irgendwem", sagt einer von ihnen.

Wenige Meter weiter steht ein Arzt im OP-Outfit. Tyr Wilbanks arbeitet in einem Krankenhaus in New York und hält ein Schild hoch. "Nicht noch mehr Blut an meinem Kittel" steht darauf. "Ich habe in den letzten 35 Jahren Schusswunden in der Bronx versorgt. Und ich bin beeindruckt vom Engagement dieser Schüler. Ich habe zu viele Menschen mit Schusswunden verarztet, als dass ich nicht hier sein würde."

Demonstranten vor dem Kapitol beim "March for our lives" | Bildquelle: AFP
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Demonstranten vor dem Kapitol beim "March for our lives"

"Gebete und Gedanken schicken rettet keine Leben"

Viele Schüler erwarten nicht, dass sich durch diese Demonstration gleich etwas an den Waffengesetzen in den USA ändert. Das würde länger dauern. Aber Yvette glaubt an die jungen Leute: "Diese Bewegung wird etwas ändern. Die hören nicht auf, bevor sich etwas geändert hat."

"Gebete und Gedanken schicken rettet keine Leben", steht auf vielen Schildern an die Adresse der Politiker gerichtet. Und auf einem Plakat steht die Frage: Bin ich der Nächste?

Über dieses Thema berichtete die tagesthemen am 24. März 2018 um 23:15 Uhr.

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