Kontrollierte Sprengung der Kühltürme des AKW Philippsburg | DANIEL MAURER/HANDOUT/EPA-EFE/Sh

Kühltürme des AKW Philippsburg Kontrolliert gesprengt

Stand: 14.05.2020 11:18 Uhr

Markant ragten sie in die Landschaft nahe Karlsruhe: Jetzt sind die Kühltürme des stillgelegten Atomkraftwerks Philippsburg gesprengt worden. Damit ist Platz für ein neues Projekt des Engergiekonzerns EnBW.

Die beiden Kühltürme des stillgelegten Atomkraftwerks Philippsburg in Baden-Württemberg sind gesprengt worden. Der Sprengabbruch sei erfolgreich und sicher umgesetzt worden, teilte der Energiekonzern EnBW mit.

Von dem Betreiber veröffentlichte Videos zeigen, wie am frühen Morgen zunächst der Kühlturm des ersten Kraftwerksblocks in sich zusammenfällt und wenige Sekunden später der Kühlturm des zweiten Blocks - danach steigt eine große Staubwolke auf.

Termin geheim

Den genauen Termin der Sprengung hatte EnBW geheim gehalten, um eine wegen der Corona-Krise verbotene Ansammlung von Zuschauern zu vermeiden.

Bilderstrecke

Sprengung der Kühltürme des AKW Philippsburg

An Stelle der Kühltürme will EnBW ein Gleichstromumspannwerk bauen. Es soll ein Knotenpunkt für den Stromtransport in der Region werden.

Greenpeace protestiert - EnBW dankt

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace nutzte die Sprengung der Kühltürme, um für die Energiewende zu demonstrieren. Kurz vor der Sprengung projizierten Aktivisten ihre Forderung "Platz schaffen für die Energiewende" auf einen der rund 150 Meter hohen Türme.

EnBW bedankte sich bei Twitter für die Aktion. "Besser hätte man unsere Anstrengungen für das Gelingen der Energiewende nicht auf den Punkt bringen können", erklärte der Konzern. "Wir haben den Platz jetzt erfolgreich geschaffen."

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Mai 2020 um 12:00 Uhr.