Eine Aschewolke steigt über dem Vulkan Taal auf. | Bildquelle: AFP

Philippinen Vulkan Taal spuckt Asche und Lava

Stand: 13.01.2020 08:24 Uhr

Der Ausbruch des Vulkans Taal könnte kurz bevorstehen. Aus dem bei Manila gelegenen Vulkan ergießt sich Lava. Tausende Menschen brachten sich in Sicherheit. Der Flugverkehr ist eingeschränkt.

Auf den Philippinen könnte ein Vulkan Hunderttausende Menschen in die Flucht treiben. Der nahe der Hauptstadt Manila gelegene Vulkan Taal ist seit dem Wochenende aktiv. Eine riesige Aschewolke war zu sehen. Inzwischen ergießt sich auch Lava. Laut dem seismologischen Institut Phivolcs seien über Nacht mindestens 75 vulkanische Beben registriert worden.

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Vulkan Taal spuckt Asche und Lava

Menschen auf Bootssteg vor großer Aschewolke

Der Vulkan Taal auf den Philippinen spuckt Asche und Lava. Tausende Bewohner der Provinzen Batangas und Cavite müssen ihren Häuser verlassen. | Bildquelle: AFP

Am internationalen Flughafen von Manila war wegen des Ascheregens vorübergehend der Betrieb eingestellt worden. Mehr als 200 Flüge ins In- und Ausland wurden gestrichen. Derzeit landen und starten vereinzelt Flüge. Viele Verbindungen sind aber gestrichen oder stark verspätet.

Der Leiter des Vulkaninstituts, Renato Solidum, sagte, Menschen in den hoch gefährdeten Gebieten einschließlich der Vulkaninsel seien aufgefordert worden, diese vor einer möglichen gefährlichen Eruption zu verlassen. Die Warnstufe wurde auf Stufe vier von fünf Stufen erhöht. Dies bedeutet, dass "eine gefährliche Eruption binnen Stunden oder Tagen geschehen kann".

Zehntausende bringen sich nach Ausbruch von Vulkan "Taal" in Sicherheit
tagesschau 20:00 Uhr, 13.01.2020, Uwe Schwering, ARD Tokio

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6000 Menschen von der Insel gebracht

Der Vulkan liegt inmitten eines Sees etwa 60 Kilometer südlich von Manila. Wegen seiner malerischen Lage ist er ein beliebtes Ausflugsziel. Zuletzt ausgebrochen war er laut Solidum im Jahr 1977.

Die Behörden leiteten die Rettungsmaßnahmen von rund 6000 Menschen von der Insel im See und Zehntausenden weiteren Menschen von nahegelegenen Küstenorten ein. Möglicherweise müssen noch weitere Menschen in der Provinz Batangas in Sicherheit gebracht werden.

Der Schulunterricht in der Region fiel aus, Behörden schlossen. Die Behörden schätzen, dass mindestens 200.000 Menschen fliehen müssen, falls es schlimmer wird.

Menschen fahren auf einer mit Asche befahrenen Straße | Bildquelle: ROLEX DELA PENA/EPA-EFE/REX
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Viele Straßen auf den Philippinen sind mit einer dicken Ascheschicht bedeckt.

Inseln am pazifischen Feuerring

Erdbeben und vulkanische Aktivität sind auf den Philippinen nicht ungewöhnlich. Die Inseln liegen am sogenannten Pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten unter der Erdoberfläche zusammenstoßen.

Karte: Pazifischer Feuerring, Philippinen, Asien, Südamerika, Nordamerika | Bildquelle: ARD aktuell
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Der Feuerring im Pazifik.

Zuletzt trieb der Vulkan Mayon im Januar 2018 Zehntausende Menschen auf den Philippinen in die Flucht, nachdem er Millionen Tonnen Asche, Steine und Lava in die Luft geschleudert hatte. 

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Januar 2020 um 09:00 Uhr.

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